Weltidee!

10. Juli 2021

Hier mal eine Idee, die noch nie irgendjemand hatte! Noch nie! Etwas Niedagewesenes. Eine Idee, für die ich meine Ansprüche auf den Friedensnobelpreis anmelde. Das Bundesverdienstkreuz setze ich voraus. Also. Kunstpause.

Wie wäre es, wenn man neben Glas- und Altpapiercontainern zusätzlich eine Restmülltonne aufstellen würde? Oder sogar eine gelbe Tonne! Damit die Leute da all die Plastik- und Metalldeckel ihrer Flaschen und Gläser, und all die abgerissenen Klebebänder (und was sonst noch so plötzlich zum Vorschein kommt, wenn man seinen alten Karton entsorgen möchte) dort hineinwerfen können? Wäre das nicht mal was? Dann sähe die Umgebung dieser Container nicht mehr aus, als hätten sich da zwei Armeen bis zum Äußersten entschlossener Waschbären gebalgt. Und das Rezyklat wäre auch etwas hochwertiger.


Geometrie für platonische Automobilisten.

4. Juli 2021

Der Würfel ist der Volvo unter den Kugeln.

(Nur, damit es mal irgendwo steht.)


Sinnlose Fußball-Gesten: Den Arm heben und zum Unparteiischen gucken.

30. Juni 2021

Ein Spieler spielt den Ball ins Aus. Er hebt den Arm und blickt zum Linienrichter. Was zum Henker* denken die eigentlich immer, geschieht dann? Der Linienrichter läßt sich von der Geste überzeugen, der anderen Mannschaft den Einwurf nicht zuzusprechen? Wie oft hat dieser Trick je funktioniert? Und haben die Spieler noch nicht gecheckt, daß 30 TV-Kameras auf sie gerichtet sind? Also weißte!

*) Und natürlich auch zur Henkerin. Henkerinnen und Henker sind eine marginalisierte Berufsgruppe in unserer Gesellschaft.


Yoko Ono.

31. Mai 2021

Den Namen Yoko Ono kenne ich seit meiner Kindheit. Von mir auf andere schließend behaupte ich, den Namen kennt jeder. Und wenn man sonst nichts weiß, dann immerhin, daß sie irgendwie mit John Lennon und so. Das war jedenfalls bis neulich ungefähr ziemlich genau der Stand meines Wissens. Außerdem könnten deutschsprachige Musik-Connoisseure sich an eine kurze Charakter-Beschreibung von Die Ärzte erinnern.

Zu Ostern nutzte ich die Gelegenheit, im WDR-Fernsehen den „Imagine“-Film von John Lennon und Yoko Ono zu sehen. (Bis zum 5ten Juli 2021 ist er noch in der Mediathek des WDR verfügbar.) Neben der erwartbar sehr brauchbaren Musik von John Lennon fand ich auch das durch die Bildsprache wirkende Zeitportrait von 1970 sehr inspirierend. Und eben Yoko Ono. Sie und John Lennon scheinen sich ernsthaft geliebt zu haben.

Es gibt da ja jetzt dieses Internet, und da soll man annähernd jede Information finden, die man sucht. Ist auch so, wie ich feststellte. Zum Beispiel weiß ich nun, daß Yoko sieben Jahre älter war als John, und daß sie jetzt 88 Jahre alt ist und noch lebt. Außerdem halten viele Beatles-Fans sie für den Spaltpilz, der die „schrillen vier aus Liverpool“ auseinandertrieb, was freilich von den Mitgliedern nie bestätigt wurde. George Harrison ist Gaststar im „Imagine“-Film und Ringo Starr gastiert auf Yokos Debut-Album. Kann also nicht so schlimm gewesen sein, aber für viele Hardcore-Beatles-Kuttenträger ist sie ein rotes Tuch. In vielen Youtube-Kommentaren wird, zusammengefaßt, abschätzig darauf hingewiesen, daß Yoko Ono eine talentfreie Schreihälsin sei. Hinzu kommt ihr Engagement als Friedens-Aktivistin und Feministin, womit sie naturgemäß nicht bei jedem offene Türen einrennt. Und zu allem Überflux bleibt ihr künstlerisches Schaffen, welches der Fluxus-Bewegung zuzurechnen ist, den allermeisten Menschen, wohlwollend ausgedrückt, rätselhaft. Die Mehrheitsmeinung scheint also mit Die Ärzte konform zu gehen, daß Yoko Ono zumindest mal nervt.

Ich bin freilich stets um Unvoreingenommenheit bemüht, weshalb ich in einigen Stichproben auf Youtube eigene Höreindrücke sammelte. Diese fielen weit weniger ungünstig aus als das Leumundszeugnis. Sogar ausreichend günstig, um mir direkt mal ein Album zu besorgen. Daß Yoko Ono selbst Platten veröffentlichte, war mir zuvor auch nicht bewußt gewesen. Wenn dein Boyfriend Ex-Beatle und Präsident von Apple Records ist, mag der Weg zur eigenen Langspielplatte wohl auch nicht so weit sein. Jedenfalls. Ich erwarb das Album „Approximately Infinite Universe“ von 1972 und legte es eingedenk der Vorwarnungen mit banger Erwartung auf – – –

Vergeblich wartete ich auf talentfreies Geschrei. Sicherlich hat Yoko Ono nicht die allergüldenste Stimme des Planeten, aber eine Florence Foster Jenkins ist sie bei weitem nicht. Ihre warme Alt-Stimme ist sogar recht wandelbar, wenn man bedenkt, daß sie zu dem Zeitpunkt schon fast 40 war und keine formale Gesangsausbildung genossen hatte. Die Songs sind teils rockig, teils bluesig, teils nehmen sie geradezu den Punk vorweg, bisweilen spielt Yoko mit ihrer japanischen Herkunft, und einige Lieder könnten gar im Soundtrack eines Tarantino-Films auftauchen. Die Texte gehen mit ihrer Berufung als feministische Aktivistin einher, wozu auch der im Innern des Gatefolds abgedruckte Text paßt. Das Doppel-Album beginnt auf Seite 1 mit „Yang Yang“:

Dreht man die Scheibe um, landet man auf Seite 4, wer denkt sich denn den Quatsch aus? „Move On Fast“:

Die zweite Scheibe enthält demzufolge die Seiten 2 und 3. Der Titelsong „Approximately Infinite Universe“:

Und schließlich „Shiranakatta (I didn’t Know)“:

Was soll ich sagen? Ich mag’s.

Aber woher kommen jetzt die Andeutungen, daß Yoko Ono talentfrei herumschreien würde? Jahá! die kommen nicht von ungefähr. Denn das oben besprochene Album „Approximately Infinite Universe“ war ja nicht Yokos erstes Werk. Bis zu diesem kamen viele potenzielle Zuhörer erst gar nicht, denn zuvörderst hatten sie „Plastic Ono Band“ gehört, eine Art Kooperation mit ihrem geliebten John Lennon, der die Klampfe rührt, unter Beteiligung, ich erwähnte es, von Ringo Starr am Schlagzeug. Beatles-Fans hatten also möglicherweise große Erwartungen, genährt durch den Umstand, daß es sich um eine Doppel-Veröffentlichung in zwei Alben handelte, eine Platte von John, eine Platte von Yoko, mit annähernd identischen Titelbildern mit subtiler Unterscheidung.

Falls es nicht zu erkennen ist: Auf Johns Album ruht sein Kopf in Yokos Schoß, auf Yokos Album ihr Kopf in Johns. Die Rückseiten der jeweiligen Alben zieren Kinderfotos. Dieses Konzept finde ich durchaus süß.

John Lennons Album bietet erwartbar sehr brauchbare Musik. Yoko Onos Album hingegen beginnt mit dem ..äh.. Song „Why“. Und exakt diese Frage drängt sich auf. Dringend.

Dankenswerterweise beantwortet der zweite ..äh.. Song die Frage umgehend: „Why not“.

Die B-Seite beginnt mit einem experimentellen Rehearsal-Tape. Mit „AOS“ imitiert Yoko – ich möchte sagen: gekonnt! – das schief in den Angeln hängende Gartentor, das dich bei Ostwind die ganze Nacht nicht schlafen läßt:

Der dem talentfreien Geschrei hinterlegte Groove von John Lennon, Ringo Starr und Klaus Voormann am Baß ist recht entspannt. Mit etwas Wohlwollen, welches aufzubringen ich durchaus gewillt bin, möchte ich dem Werk das Troubadix-Zitat zugestehen: „Nicht ohne künstlerische Qualitäten!“, aber die Quelle des Zitats sagt dann vielleicht doch etwas über die Genießbarkeit des Dargebotenen aus. Das Album umfaßt sechs ..äh.. Songs. Auf der CD-Veröffentlichung gäbe es noch Bonus-Tracks, aber so weit geht meine Liebe nicht. Und ich kann nachvollziehen, weshalb Beatles-Fans keine besonders hohe Meinung von Yoko Ono haben, sofern sie eben nur ins Plastic-Ono-Band-Album reingehört haben, selbst wenn sie Yoko nicht für das Auseinanderbrechen der Beatles verantwortlich machen. Nach diesem ersten Höreindruck werden sich die allermeisten die folgenden Alben Yoko Onos ansatzlos gespart haben. Das schlägt sich auch in der Veröffentlichungshistorie von Yokos Alben nieder. Während jedes einzelne Beatles-Album über Jahrzehnte hundertfach nachgepreßt, neuverlegt, remastert und auf den verschiedensten Tonträgern wiederveröffentlicht wurde, kennt Discogs für Yokos „Plastic Ono Band“ 31 Versionen. Und auch nur so viele, weil es im Erscheinungsjahr 1970 als LP in verschiedenen Ländern veröffentlich wurde, 1997 als CD erschien und 2016 nochmal ein Reissue erfuhr, wiederum in mehreren Ländern.

Ich habe Metallicas Lou-Reed-Album „Lulu“ überlebt, ich kann auch mit Yoko Ono umgehen. Nehme ich „Approximate Infinite Universe“ zum Maßstab, kann ich mir sogar gut eine Erweiterung der Sammlung vorstellen.


What Corona does to a man.

30. April 2021

Der Friseur ist ein vermeidbarer Kontakt. Das muß ich meiner Cheffin auch jeden Tag verklickern, wenn sie darauf hinweist, daß meine Haare lang seien und die Friseure doch geöffnet hätten. Dabei bin ich noch nicht mal ganz beim fünften Bildchen angelangt, und bis zur 70er-Jahre-Fußballer-Frisur oder gar zur Thomas-Anders-Imitation ist es noch ein langer Weg. Ich hätte auch gar keine Veranlassung, ein Nora-Kettchen zu tragen.


CD-Regal revisited: Pink Floyd (8)

22. März 2021

Nachdem Pink Floyd ihr Monumentalwerk „The Wall“ (1979) in den Jahren 1980 und 1981 mit einer monumentalen Bühnenshow im Rahmen einer kaum monumental zu nennenden Tour, welche nur die Weltstädte Los Angeles, New York, London und Dortmund berührte, zur Aufführung gebracht hatten, war das Bandgefüge endgültig zerrüttet. Richard Wright war nach den Studioaufnahmen zu „The Wall“ eigentlich eh schon gefeuert worden, durfte dann aber als bezahlter Session-Musiker die Tour begleiten, um für das Publikum die Illusion aufrecht zu erhalten, Pink Floyd, augenscheinlich auf dem Höhepunkt ihres kreativen Schaffens, seien noch Pink Floyd. Rick bekam also Geld für seine Auftritte, die restlichen Mitglieder zahlten drauf, weil das ganze Brimborium mit live auf der Bühne gebauter Mauer durch Herstellung, Transport und Aufbau während der Show in einer mietpreisintensiven Halle, die dafür ausreichend Platz bot, mehr kostete, als es einbrachte. Tja. Wright war nach der Tour jedenfalls raus, und es mußte schnell Geld her, weshalb 1981 rasch das Kompilationsalbum „A Collection of Great Dance Songs“ veröffentlich wurde, welches ich nicht besitze, wie ich söben feststelle. Soëben. Schad’t nix, denn enthalten sind eben nur alternative Mixe von „Shine on You Crazy Diamond“ und „Another Brick In The Wall (Part 2)“, außerdem „One Of These Days“, „Sheep“ und „Wish You Were Here“, sowie eine Neueinspielung von „Money“, die David Gilmour ohne Zutun seiner Bandkollegen vornahm. Das amerikanische Label Columbia Records erhielt nämlich von Capitol Records, die ursprünglich „DSOTM“ in den USA veröffentlicht hatten, keine Lizenz für die Verwendung dieses Songs. Nunja.
Im Jahre 1982 kam überdies die Filmadaption von „The Wall“, mit Bob Geldof in der Hauptrolle und Animationen von Gerald Scarfe, in die Kinos. Zusätzlich zu den Songs des Albums ist im Film auch das Lied „When the Tigers Broke Free“ enthalten.

The Final Cut

Pink Floyd waren nun also nur noch zu dritt. Das 1983er Album „The Final Cut“ trägt jedoch den Untertitel „A requiem for the post war dream by Roger Waters. Performed by Pink Floyd“. Ohne Rick Wright. Und das merkt man. War sein Keyboardspiel bisher integraler Bestandteil des Pink-Floyd-Sounds gewesen, so fehlt dies hier, was dem Album einen gänzlich ungewohnten Charakter verleiht. Zumal ja auch die Beiträge von David Gilmour und Nick Mason sich aufs Abspielen von Roger Waters‘ Kompositionen beschränken.

(In der LP-Version ist der Titel als Aufkleber auf dem Cover ausgeführt.)
Thematisch verarbeitet Roger Waters mit dem Album sein Trauma des im Krieg gebliebenen Vaters, nimmt also diesen Aspekt aus „The Wall“ wieder auf, zum Teil wurde Material verarbeitet, welches auf dem Vorgängeralbum keine Verwendung gefunden hatte. Der kriegskritische Tenor („Ténor“), sich ursprünglich aus der Thematisierung des Zweiten Weltkriegs speisend, war 1983 hochaktuell, denn just 1982 kämpfte Großbritannien mit Argentinien um die Falkland-Inseln und obsiegte. Dies wird, neben dem Afghanistan-Krieg und dem Nahost-Konflikt, in dem Sechszeiler „Get your filthy hands off my desert“ angesprochen. Angespielt werden soll hier jedoch das Titelstück „The Final Cut“, welches klingt, als könne es noch von „The Wall“ stammen:

Mein CD-Exemplar ist die „Digital Remasters“-Version von 1994. Auf neueren Veröffentlichungen des Albums ist zusätzlich „When the Tigers Broke Free“ enthalten, wodurch die Stellung von „The Final Cut“ als Continuatio von „The Wall“ augenfällig wird. Gleichzeitig ist das Album aber schon durch den Untertitel als De-facto-Soloprojekt von Roger Waters gekennzeichnet, und 1985 erfolgte schließlich der finale Schnitt durchs Tischtuch – Roger Waters verließ Pink Floyd. Es wurde schmutzig. Es sprachen lediglich noch die Anwälte von Waters und Gilmour miteinander. Waters versuchte, „Pink Floyd“ durch seinen Bandaustritt für offiziell und endgültig aufgelöst zu erklären, der Bandname sollte fürderhin nicht genutzt werden dürfen. Gilmour hatte diesem Ansinnen gänzlich widersprechende Ambitionen und bekam vor Gericht Recht. Seitdem zürnt Roger Waters. Seit 36 Jahren. Das ist fast dreimal länger, als es die Band überhaupt in ihrer klassischen Besetzung gegeben hat.

Works

Noch 1983 erschien ein weiteres Sammelalbum, „Works“, und zwar bei Capitol Records. Diese Plattenfirma wollte offensichtlich sowohl mit dem gegenwärtigen Pink-Floyd-Album „The Final Cut“ konkurrieren, als auch die Sammlung großartiger Tanzlieder (s.o.) kontern, die beide bei Floyds neuem US-Label Columbia Records erschienen waren. Die „Works“-CD hatte ich bei meinen Streifzügen durch die CD-Abteilungen von Karstadt und Saturn Ende der 1990er Jahre durchaus im Pink-Floyd-Fach stehen sehen, aber auch stets dort stehen gelassen, denn was interessierte mich eine Zusammenstellung von Songs, die ich ohnehin schon alle auf den zugehörigen Alben hatte? Gar nicht interessierte mich sowas. Einzig das Lied „Embryo“ kannte ich nicht, aber das dünkte mich nicht wert, eigens dafür diese CD zu erwerben.

Ich erwarb sie erst kürzlich, und natürlich nur wegen „Embryo“. Dieses Lied lernte ich erst durch Youtube kennen, wo ich mir Live-Darbietungen von Pink Floyd anschaute und -hörte. Dort tauchten eben auch Live-Versionen von „Embryo“ auf, offenbar aus den frühen 70er Jahren, aber eine Album-Version war mir nicht bekannt. Bis ich mich dieser „Works“-CD entsann, die ich immer verschmäht hatte. Also kaufte ich sie doch, und ich war enttäuscht. Denn die 4-Minuten-40-Studio-Version kommt bei weitem nicht an die 10-Minuten-Live-Jams heran, die bei Youtube kursieren:

Offenbar war dieser Song schon seit 1968 ein Dauerbrenner im Live-Set Pink Floyds gewesen, doch penetrant ließ man jegliche Gelegenheit verstreichen, ihn in irgendeiner Form auf einen Tonträger zu bannen. (Das stimmt nur bedingt. Harvest Records veröffentlichte „Embryo“ in der „Works“-Studioversion bereits 1970 auf dem Multi-Artist-Sampler „Picnic – A Breath of Fresh Air“, neben Songs von Deep Purple, Barclay James Harvest, Roy Harper und anderen.) Jedenfalls wäre die Live-Scheibe von „Ummagumma“ so eine Gelegenheit gewesen. Oder die „Relics“-Kompilation. Auch in Pompeji hätten sie’s spielen können. Aber nein. Offizielle Live-LPs waren bis hierhin, 1983, sowieso nicht Pink Floyds Sache gewesen. Außer der schon erwähnten Live-Scheibe von „Ummagumma“ gab die Diskographie nichts her. Den Pompeji-Film mußte man seinerzeit im Kino gesehen haben, ehe man ihn irgendwann physisch als DVD seiner Sammlung hinzufügen konnte, als Schallplatte wurde das ..naja.. „Konzert“ nicht veröffentlicht; und selbst „The Wall Live“ erschien erst im Jahre 2000 zum zwanzigjährigen Tour-Jubiläum. Was jedoch kursierte, waren Bootlegs. Und derer viele, wie die Fülle an Konzertmitschnitten auf Youtube zeigt. Um also die haptische Repräsentation einer Live-Darbietung von „Embryo“ in Händen halten zu können, mußte ich zu drastischen Mitteln greifen. Kunstpause, Spannungsaufbau. Ich kaufte eine Bootleg-CD.

Es ist eine Papphülle mit Papier-Inlay. Zwar steht Toshiba-EMI Limited drauf, inklusive EMI-Logo, doch bei Discogs ist der Handel dieser CD unterbunden, so verboten ist das! Enthalten ist ein Live-Mitschnitt von 1970, zu hören bekommt man „Green Is The Colour“, Careful With That Axe, Eugene“, „If“ und „Atom Heart Mother“, mit Bläser- und Chorbegleitung. Und eben „Embryo“:

Und weil ich grad dabei war, ersteigerte ich gleich noch eine Single-Zusammenstellung, weil ich ja noch nicht genügend Compilations mit ohnehin in meiner Sammlung befindlichen PF-Songs hatte. Auf der CD „The Pink Floyd – The Early Singles“ sind aber tatsächlich all jene Singles und B-Seiten enthalten, die auf den bisherigen Kompilationen so sträflich unbeachtet geblieben waren. Namentlich „Candy and a Current Bun“, „Apples and Oranges“, „It Would Be So Nice“ und „Point Me At The Sky“ sind hier erstmals auf CD erhältlich.

Ursprünglich war diese CD Teil des Box-Sets „Shine On“ von 1992, welches einige, aber nicht alle! Pink-Floyd-Alben bis zu diesem Zeitpunkt umfaßte. Wer sich sowas wieder ausgedacht hat! Die obige Single-Zusammenstellung ist quasi ein Extra-Gimmick in diesem Box-Set, und da ich sie einzeln kaufte, fehlt sie jetzt irgendjemandem. Einerlei. „Point Me At The Sky“ ist so early, daß es sogar noch nach den Beatles klingt:

Damit wollen wir es für heute bewenden lassen.