1000meisterwerke: Captain Roger in lauschiger Nacht.

13. August 2017

Oder halt erstmal ein Meisterwerk, nämlich obgenanntes. Und zwar: Manchmal – und in letzter Zeit vermehrt – überkommt Lego, die Firma, offenbar ein Anflug akuter Nostalgitis. Da werden etwa innerhalb der Nexo-Knights-Serie Embleme und Setnummern längst vergangener Lego-Epochen zitiert, als ob die gegenwärtige Zielgruppe damit etwas anfangen könnte. Oder es tauchen in aktuellen Sets Minifigs auf, die T-Shirts mit Logos ehemaliger Lego-Produktlinien tragen; in Sets zum Lego-Movie zum Beispiel von Fabuland und Blacktron, gar nicht zu reden vom in Stein ausgeführten Rückgriff auf klassische Legoland-Raumfahrt-Designattribute rund um den „80ies something space guy“ Benny und sein Spaceship, Spaceship, SPACESHIP! Dieses LEGO-Movie wiederum wird nun selbst wieder zitiert, wenn in der Sammel-Minifig-Serie zum demnächst anlaufenden Ninjago-Movie ein Pastelgoth- oder Manga-Mädchen ein Hemd mit dem Antlitz von Unikitty trägt. Und eine Laborantin derselben Minifig-Serie offenbart unter dem Kittel ihre Verbundenheit zu Batman, dem Protagonisten des letzten Lego-Kinofilms. Naturgemäß begrüße ich derartige Rückbezüge, sorgen sie doch humorvoll für einen Hauch von Kontinuität innerhalb einer leider sehr unzusammenhängend erzählten Lego-Produktgeschichte. Zumindest läßt die Firma durch solche kleinen Zeichen erkennen, daß sie sich ihrer Geschichte bewußt ist. Und daß sie das Vorhandensein von mehreren Generationen Spielkindern anerkennt, welche ihre Verbundenheit zu Lego schon vor Jahrzehnten geknüpft und nie gelöst haben.

Das Lego-Movie von 2014 bot Gelegenheit, verschiedene Themenwelten und Epochen der Lego-Geschichte miteinander zu verknüpfen, wobei freilich einige Themen nur beiläufig erwähnt werden konnten, während andere stark verfremdet durch andere popkulturelle Einflüsse dargestellt wurden. Die Piratenwelt wurde repräsentiert durch MetalBeard, der ein Schiff in Steampunk-Optik befehligte. Das hatte mit den gewohnten Lego-Piraten natürlich nichts zu tun, und mit Blick auf die jüngsten Versuche Legos, Piraten ins Kinderzimmer zu bringen, war das auch gut so, wurden diese doch mit den Jahren immer halbherziger. Der einzig legitime Botschafter für Legos Piratenthema ist seit jeher Captain Roger von 1989.

Captain Roger entspricht in allem den Klischees eines Piratenkapitäns: Roter Bart, Holzbein, Hakenhand und Augenklappe (weil das Auge durch die allzu häufigen Sonnenbeobachtungen durch den Sextanten geschädigt ist), und am schwarzen Zweispitz prangen Schädel und die gekreuzten Knochen des Jolly Roger. Und Polly möchte einen Cracker. Diese Darstellung ist in ihrer unrealistischen Comichaftigkeit absolut angemessen fürs Kinderzimmer, und als solches ist Captain Roger eine ewigjunge Ikone dieses Spielthemas. Das hat Lego schließlich selbst eingesehen und bei den Aufgüssen des Piratenthemas von 2009 und 2015 (wie schon erwähnt: beide Male halbherzig!) die Gestaltung der neuen Kapitäne auffällig eng an diesen Veteranen der 80er Jahre angelehnt, ohne freilich die schlichte Eleganz des Originals zu erreichen. Wie dem auch sei, in MetalBeards Steampunk-Schiff namens „Sea Cow“ wird die Kajüte geziert durch eine 2×4-Fliese, auf die ich ausnahmsweise den zugedachten Aufkleber anbringen mußte, denn er zeigt das Bildnis von Captain Roger:

„Das gehört in ein Museum!“ Genau. Nachdem ich das Schiff, welches jahrelang hier zustaubte, endlich abgewrackt und wegsortiert hatte, blieb das Gemälde übrig, und ich konnte es einem Museum überantworten.

Das Werk eines unbekannten Meisters zeigt Kapitän Roger in lauschiger Nacht. Dunkle und gedeckte Farben, schwarz und blau, sind vorherrschend, Gesicht und definierende Attribute sind hell hervorgehoben. Das vertikale Format legt nahe, dieses Bild als Bestandteil eines Triptychons zu begreifen, was in seiner religiösen Konnotierung den Status des Dargestellten als Ikone unterstreicht. Über die fehlenden Elemente und Motive des Dreiteilers können lediglich Mutmaßungen angestellt werden, da diese verschollen sind; denkbar auf der Mitteltafel wäre des Kapitäns Schiff „Schwarzhai“, jen- und schmalseits flankiert von einem Weggefährten des Seeräubers, über dessen Identität zu spekulieren sich verbietet. Uns bleibt es, das vorgelegte Artefakt zu betrachten. Der Kapitän dominiert das Bild, die an seinem Hut angebrachten wichtigen Insignien seines Berufsstandes sind ins Zentrum gesetzt. Tendenziell am Rande, jedoch durch auffällige Farbgebung hervorgehoben und dadurch in seiner Bedeutung als Symboltier erhöht ist der Begleiter Rogers, der Papagei Polly. Auf detaillierte Ausgestaltung der Kleidung legt der Künstler geringen Wert, er beschränkt sich auf Andeutungen und Hinweise, gestattet sich auch die Freiheit, die Wirklichkeit der Bildgestaltung zu unterwerfen und die versehrte Hand des Freibeuters von Backbord nach Steuerbord zu verlegen, während Holzbein und Augenklappe an gewohnter Stelle verbleiben. Somit ist der Vermutung die Grundlage entzogen, es handele sich um ein Selbstbildnis im Spiegel. Vielmehr ist das Sujet durch die – wiederum ein religiöses Konnotat – Palmwedel des Bildhintergrunds in tropischen Gefilden situiert, in Kenntnis der Geschichte einzugrenzen auf die Karibik. Wir begegnen dem Schiffsführer also beim nächtlichen Landgang, der zum Genuß eines Feierabendrums genutzt wird, wie uns schließlich durch das Faß, beinahe versteckt in der rechten unteren Bildecke angeordnet, bedeutet wird. Ausgelassen sind Schwert und Pistole, welche Roger als Ausüber von brutaler Gewalt kennzeichnen und als den Bringer von Tod und Verwüstung charakterisieren würden, vielmehr bemüht sich die Darstellung um Verharmlosung und Verklärung des Piratenlebens, die immanenten Gefahren außer Acht lassend.

Der Einfluß dieses Gemäldes auf die karibische Kunstgeschichte ist mit „immens“ nur unzureichend beschrieben. Kraftvollere Begriffe sind am Platze, eingedenk der Wirkung, welche das Schaffen des Portraitierten auf die großen wie kleinen Antillen ausübte. Der Kapitän eines der gefürchtetsten Piratenschiffe zwischen Savannah und Maracaibo, zwischen Panama und Hispaniola, muß zwangsläufig einen Machtfaktor in seinem Wirkungskreis darstellen, zumal seine signifikante persönliche Erscheinung begleitet von Kanonendonner und der scheinbaren Unabhängigkeit von Zeit und Raum, beflügelt von der Schnelligkeit seines Schiffs, ihm den Anschein nahezu gottgleicher Machtfülle verlieh. Die gezeigte Repräsentation des Freibeuters verweist mit ihren kodifizierten Merkmalen: Jolly Roger als Insignium der Macht, Holzbein und Augenklappe als spezifische Attribute ähnlich traditionellen Heiligendarstellungen, Papagei als Symboltier, wie wir es von den Evangelisten kennen, auf einen religiös motivierten Kontext. Roger ist demnach mehr als ein einzelner Pirat; er verkörpert die Transzendenz des Glücksritters von Hoffnung zu Sehnsucht und von Gewalt zum Erfolg, die diesen Berufsstand wie eine Gloriole umgibt und deren Wirkmächtigkeit bis heute anhält. Die Faszination ist ungebrochen und findet ihren Nachhall in zahllosen literarischen und cineastischen Bearbeitungen von unterschiedlichster Schaffenstiefe.

Und jetzt: Licht aus, und Ruh‘ im Schiff!


Rittersets.de

14. Juli 2017

Kennt der ein oder andere vielleicht. Seit ungefähr dem Jahr 2001 hatte ich da eine kleine Datenbank mit allen mir bekannten Lego-Sets angelegt, die irgendwie einen Bezug zu Rittertum oder Mittelalter haben. (Ergänzt um die Piratenzeit, weil: Wollte ich so.) Zu dem Zweck habe ich die Bilder von Karton oder Bauanleitung eingescannt oder photographiert, was gewissermaßen heikel war, da die Rechte dafür natürlich bei der Firma Lego liegen. Aber andere Datenbanken im Internet machen das ja auch (Lugnet, Brickset), und die Firma hat sich nie daran gestört, solange nicht der Eindruck erweckt wurde, die jeweilige Datenbank werde von Lego betrieben oder unterstützt, was mit entsprechenden Disclaimern kenntlich gemacht wird. Jedenfalls. Die von mir angefertigten Scans und Photographien habe ich im Internet bei einem kostenlosen Bilder-Hoster abgelegt und auf meinen Seiten eingebunden.

„Kostenloser Hoster?“, höre ich fragen. „Immer diese Umsonst-Mentalität im Internet!“, pfeift mir der Luftzug des wedelnden Zeigefingers um die Ohren. Ja, kostenlos, weil ich ja mit dieser Datenbank selbst auch nichts verdiene.

Heute allerdings stellte ich fest, daß der einstmals kostenlose Hoster jetzt 400 Dollar im Jahr dafür verlangt, wenn die bei ihm abgelegten Bilder fremdverlinkt werden, wie ich es halt praktiziere. Ich habe ja Verständnis dafür, wenn so ein Dienstanbieter was verdienen will; soll er ja auch. Aber ich mache das trotzdem nicht mit. Denn ich verdiene ja auch nichts, siehe oben. Die Frage, ob ich also zahlen soll, oder ob ich die Bilder zu einem anderen Anbieter verlagere, habe ich mit „weder noch“ beantwortet. Mit den Jahren ist mein Enthusiasmus betreffend Lego-Rittersets etwas abgeklungen, zumal das aktuelle ..äh.. Ritter-Programm so recht eigentlich gar nichts mit Rittern und Mittelalter zu tun hat. Darum bringe ich nicht den nötigen Willen auf, alle Bilder zu verlegen und alle Links zu ändern. Also wird Rittersets.de jetzt abgeschaltet. Vielen Dank für das Interesse und die freundlichen Zuschriften!

Nachtrag am 21sten Juli 2017:
Auf mehrfachen Wunsch habe ich die Seite (vorerst!) wieder ..äh.. eingeschaltet. Also die Datein wieder auf meinen Webspace hochgeladen. Irgendwie ist aber die Domain http://www.rittersets.de als solche nicht mehr vorhanden; wahrscheinlich, weil die unter chutspe.de eingegliedert war und ich jetzt irgendwas falschgemacht habe. Wer aber noch mal einen Blick werfen will, wird fündig unter:

http://www.chutspe.de/Rittersets/

Einige Verlinkungen waren wohl von Beginn an unglücklich, und ich bekomme sie jetzt nicht mehr ohne größere Recherche hin, also führen diese Links jetzt ins Leere. Und Setbilder gibt es auch nicht.

Und am 13ten Januar 2018 ist endgültig Schluß, denn nur bis zu diesem Datum gilt mein Homepage-Vertrag.


Eigentlich ganz simpel.

21. Juni 2017


Seit fast 20 Jahren …naja… laß sagen, seit 15 Jahren schwebt mir vor, meinen Lieblingsroman in Brick-Testament-Manier in Lego nachzubauen. Ein zum Scheitern verurteiltes Projekt, weil: Mein Projekt. Und ich krich ja den Arsch nicht hoch. Dabei habe ich es immerhin geschafft, Grimmelshausens „Abenteuerlichen Simplicissimus“ dreimal zu lesen, 720 frühneuhochdeutsche Seiten. Einmal im Rahmen eines Seminars an der Uni, inclusive Hausarbeit zum Thema, einmal als Vorbereitung auf die Zwischenprüfung, und dann noch mal für Spaß. Und obendrein las ich ohne Not auch noch die verwandten Werke „Lebensbeschreibung der Ertzbetrügerin und Landstörtzerin Courasche“ (von Bertolt Brecht später als „Mutter Courage und ihre Kinder“ auf die Bühne gebracht) und den „Seltzamen Springinsfeld“, welcher recht eigentlich als Sequel zum „Simplicissimus“ betrachtet werden kann.

Die „Courasche“ ist leider arg zerfleddert, weil ich das Reclam-Bändchen eine Zeitlang in meiner Gesäßtasche mit mir trug, was töricht war, denn so übertrieben leicht zu bekommen sind diese Ausgaben gar nicht, handelt es sich doch eher um spezielle Literaturkost, die nicht jede Buchhandlung einfach so vorrätig hält. Nach wie vor erhältlich ist freilich der „Simplicissimus“. Immerhin ist es der erste große Roman von deutschlandweiter Weltgeltung, weshalb man ihn in der Klassiker-Abteilung einer „Meyerschen“ durchaus findet. Und bei dieser Gelegenheit wird man mit Bestürzen feststellen, daß das Klassiker-Regal dieser „Meyerschen“ ungefähr einmeterfuchzich breit ist, während für moderne Esoterik-Literatur eine ganze Etage reserviert ist und für pseudohistorische Frauenromane („Die Base des Bischofs“. „Die Nelkenumtopferin“. „Die Jäterin im Klostergarten“.) eigens angebaut wurde. Aber was soll’s, Hauptsache, die Leute lesen überhaupt noch irgendwas anderes als Twitter-Nachrichten und radikal-unempathische Facebook-Foren. Wie dem auch sei, auch ich fand in der Buchhandlung noch zwei Ausgaben des „Simplicissimus“, die ich einfach mal so haben wollte, ohne sie je tatsächlich zum Lesen benutzen zu wollen. Man kann ja nicht immer nur Lego sammeln.

Hier ist die rechte Ausgabe in historischer Orthographie und Interpunktion, während das Buch in der Mitte schlicht Reclams Edelausgabe des Buches links ist, welches mir fernerhin und wie gehabt als Leseexemplar dienen soll. Derartige Edelausgaben historisch bedeutsamer Werke der Literatur gab es vom Reclam-Verlag schon immer. Also mindestens seit den 1950er Jahren. In meines Vaters Bücherschrank fanden sich eine derartige Ausgabe des „Dil Ulenspiegel“ und von Sebastian Brants „Narrenschiff“. Leider keine des „Simplicissimus“, was eigentlich unverzeihlich ist, zumal mein Vater ansonsten die Weltliteratur quasi komplett hatte, Manesse, Insel und Reclam sei Dank.

Meine Lesebändchen-Ausgabe des Romans ist ziemlich eindeutig eine moderne Variante dieser 50er-Jahre-Prachtausgaben aus dem Reclam-Verlag. Und ich bin ja da so: Ich will den „Simplicissimus“ auch in so einer historischen Ausgabe haben! Ich will ich will ich will, aber is nich so einfach. Meine stichprobenartigen Recherchen bei Ebay bringen insofern Treffer, als ich mir sicher sein kann, daß es den Roman damals in einer solchen Ausgabe gab. Aber die angebotenen Exemplare sind alle arg mängelbehaftet, vor allem hinsichtlich des Schutzumschlags. Aber ohne den tu ich’s nicht.

So, und was hat das alles jetzt mit Lego zu tun? Nicht viel, leider. Weiter als bis zum Frontispiz bin ich nie gekommen.


Aller guten Dinge sind vier.

28. Mai 2017

Was war denn da los? Da komme ich abends von der Arbeit nach Hause, schalte den Livestream der ARD an und muß mir verwundert die Augen reiben: Borussia Dortmund hat den DFB-Pokal gewonnen! Nun hat Fränkie Mill… nee, wie heißt er gleich? Marco Reus. Nun hat er endlich seinen Titel. Meine Gratulation!

Und just heute vor 20 Jahren gewann der BVB den Europapokal der Landesmeister gegen Juventus Turin. Juve könnte zum Jubiläum diesen Triumph wiederholen, steht die alte Dame doch kommenden Samstag im Finale gegen Real Madrid. Borussia blieb der Verabredung zum Jubiläumsspiel ja leider fern, weil das Viertelfinale gegen den AS Monaco verloren wurde. Freilich wäre Dortmund den Turinern bereits im Halbfinale begegnet, also was soll’s. Derlei Gedankenspiele sind sowieso als sinnlose Überhöhung unzusammenhängender Ereignisse zu bewerten.

Nachtrag mit Klarstellung am 6. Juni 2017: Natürlich hat Juventus vor 20 Jahren das Finale verloren, weil der BVB dasselbe Finale ja gewann. Und genau das hat Juve am Samstag gegen Real Madrid auch wiederholt. Gewonnen hatten sie im Jahr zuvor, 1996.


Aller guten Dinge sind vier?

27. April 2017

Am Mittwoch ist der BVB zum vierten Mal in Folge ins Finale des DFB-Pokals eingezogen, als erste Mannschaft überhaupt. Diesen Rekord haben wir also für mindestens drei (oder vier?) Jahre sicher. Den Rekord für drei verlorene Pokalfinalniederlagen in Folge hatten wir ja schon letzte Saison aufgestellt. Und wettbewerbsübergreifend wird Borussia Dortmund somit zum sechsten Mal in Folge ein Finalspiel am Saisonende bestreiten; 2012 war es das gewonnene Pokalfinale, 2013 das verlorene Champions-League-Finale, und 2014/15/16 wurde jeweils das Pokalfinale verloren, zum Teil unter dubiosen Umständen, aber halt doch. Vor Jahresfrist unkte ich noch, daß ich mir für die nun laufende Saison eigentlich ein frühes Ausscheiden aus allen Wettbewerben wünschte, weil mir die ewigen Finalniederlagen auf den Sack gingen. Dieses Jahr verlieren wir dann also gegen Eintracht Frankfurt. Glückwunsch, SGE!

Und die Bayern? Die Bayern haben von den letzten sieben Pflichtspielen bloß eins gewonnen (und zwar ausgerechnet das Bundesligarückspiel gegen Dortmund), verbunden mit dem Ausscheiden aus zwei Wettbewerben. Das kann man durchaus als Krise bezeichnen, darüber kann nicht mal ein 8-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze hinwegtäuschen, bei noch vier ausstehenden Spielen. Vielleicht entlassen Hoeneß und Rummenigge ja ihren Trainer auf der Meisterfeier. Lustig wär’s, zumindest für den Augenblick. Denn wie wir die Bayern kennen, werden sie diese schon jetzt für sie wertlose Saison nicht auf sich sitzen lassen und blutige Rache nehmen an allen, die ihnen mal wieder das ihnen doch eigentlich rechtmäßig zustehende Triple versaut haben. Aubameyang, Weigl und Dembelé werden also sehr bald „in München ein Thema“, vermutlich in der Woche vor dem Pokalfinale.

Dabei muß die Niederlage der Bayern doch an völlig außerweltlichen Faktoren liegen. Denn wie ist es zu erklären, daß sie es trotz 6 (sechs) Minuten Nachspielzeit nicht vermocht haben, das Spiel zu gewinnen oder zumindest in die Verlängerung zu zwingen, um diese dann zu gewinnen? Hallo, Gehörnter? Pakt aufgekündigt?

Ach so, eigentlich sollte ich mich ja über den Finaleinzug des BVB freuen. Tu ich auch irgendwie. Aber die Erfahrung hat mich mißtrauisch gemacht. Naja, olé!

Nachtrag am 30. Ma 2017:
Tja, da hatte ich so hämisch über den FC Bayern gespöttelt, daß die dortigen Bosse den Trainer wegen Nur-Gewinns der Meisterschaft entlassen würden. Und jetzt entlassen die Bosse meines Vereins (Anm. d. Red.: Borussia Dortmund) ihren Trainer. Trotz Pokalsiegs, trotz zweimaligen Erreichens der Champions League und über zwei Jahre sensationeller Punktausbeute in der Bundesliga. Aber wenn das Verhältnis zwischen den Protagonisten nicht vertauensvoll ist, dann isses das halt nicht, zumal das wohl nicht nur für die Führungsriege galt, sondern auch für Teile der Mannschaft. Also ist es wohl besser, wenn man sich sauber trennt, statt noch eine weitere Saison irgendwie scheel weiterzuwurschteln. Trotzdem finde ich es schade, denn irgendwie mag ich Thomas Tuchel.


A Redneck’s Dream.

24. März 2017

Da Gunther (Technix) just den Technic-Tractor 42054 gebaut hat und im Chat bei 1000steine.de von den großen Rädern schwärmte, dachte ich mir, daraus muß sich doch was machen lassen. Naja, irgendwas läßt sich ja immer machen. Im Prinzip ist es ein 4-breites Fahrzeug:


Nachtrag am 29sten März:

Auf vielfachen Wunsch (in einfacher Ausführung eines einzelnen Kommentierers, hallo Maik!) sei hier noch ein schlechtbelichtetes Bild hinterhergeschoben:

Das ganze Fuhrwerk wirkt absurd schmal. Aber da es sich ja um ein Auto in klassischer 4er-Breite handelt, sollte der Abstand zwischen den Rädern halt nur 2 Noppen betragen.