Hoop voor Carcassonne!

3. Dezember 2014

Als der Hans-im-Glück-Verlag von dämlichen Menschen wie mir Geld erpreßte, indem er eine neue Edition seiner Cash Cow namens „Carcassonne“ auf den Markt brachte (s. u.), führte dies zu der Befürchtung, daß diese neue Version in ihrer veränderten Optik grundlegend werden würde für alles Nachfolgende, was es im Carcassonne-Universum so geben würde. Um große und kleinere Erweiterungen waren sie ja nie verlegen. Ich persönlich sah eine Systeminkompatibilität heraufdämmern, wie sie sich die Firma Lego vordem mit der Änderung der Braun- und Grautöne geleistet hatte. Genährt durch den Umstand, daß das Promotionskärtchen des Verlags anläßlich der „Spiel 14“ in Essen bereits das Design der neuen Edition aufwies, befürchtete ich also, daß alle künftigen Erweiterungen nicht mehr in demselben bewährten Design von Doris Matthäus aufgelegt würden, wie es seit dem Jahre 2000 Bestand hat. Und sich bewährt hat, möchte ich hinzufügen.

Doch es besteht Hoffnung, daß diese Befürchtung nicht eintrifft. Denn die neue Ausgabe der Klöster-Erweiterung, die dieses Mal für den niederländischen Sprachraum konzipiert wurde, greift die alte Bildsprache wieder auf:

Weshalb nun ausgerechnet belgische und niederländische Klöster eingereiht wurden, läßt sich ja nur damit erklären, daß dieses Spiel dortselbst sehr beliebt ist. Ansonsten wären eher französische Abteien erwartbar gewesen, aber der Markt hat andere Gesetze als die Logik. Denn logisch ist es natürlich sowieso nicht, wenn rund ums okzitanische Carcassonne deutsche und niederländische Klöster angesiedelt sind. Oder Gebäude aus Darmstadt, wo wir gerade dabei sind:

Aber da auch diese kleine Erweiterung noch in alter Darstellung ausgeführt wurde, ist unsere Hoffnung um so größer.

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