Jubiläum! 10.000 Jahre Sündenfall.

24. Juni 2011

Sie so, ey, kuckma hier, son Baum der Erkenntnis. Will ich! Er so, neee, du, laß mal, sollnwa doch nicht, sie so, ich will ich will ich will aber! Dann so die Schlange, ey, Eva, voll am zischeln so, kuckma, da is ne Frucht, nimm doch mal, dann Eva so, boa geil, ne Frucht, voll am pflücken, sie so damit zu Adam, hier kuckma, ne Frucht, voll schön und so. Bestimmt voll lecker. Dann er so, na gut, gib her, dann beide so: kau. Dann Gott so, tja, das war’s, raus hier.

Cherubbeldiekatz auf den Tach genau vor einer Myriade Jahren.

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Dortmunder Morgenpost.

13. Juni 2011

Seit ich im zarten Alter von … noch einstelligen Jahren, wahrscheinlich, Zeuge einer historischen Postkutschenfahrt wurde, faszinierte mich das Postwesen. Dieses Wesen ist ja mittlerweile vom Aussterben bedroht, findet man doch kaum noch amtliche Posthaltereien, sondern lediglich „Agenturen“ in Supermärkten und Blumenläden. Nun ja. Seit der Begegnung mit der echten Postkutsche avancierte jedenfalls das Lego-Set 6055 bei mir zu einem Lieblingsmodell, und ich baute es in gelb-schwarzer Farbgebung nach. Und klebte einen buntstiftbunten Aufkleber auf die Seite, um das Schießschartenfenster etwas zu vergrößern. Nun ja.

Vor einiger Zeit baute ich dann endlich mal eine ernstzunehmende Postkutsche, in der Absicht, sie in einen größeren Landschaftskontext einzubetten. Aber ich komm’ ja zu nix. Also zeige ich den Vierspänner einfach mal nackt vor.

Als Inspiration dienten mir verschiedene Bilder von historischen Post- kutschen, die alle unterschiedlich aussahen, einige davon durchaus nicht besonders hübsch, da bei ihnen das Augenmerk auf die Zweckmäßigkeit gerichtet war. Mein Lego-Modell ist daher eine Eigenmischung aus verschiedenen Kutschentypen der gelben Post, aber auch beeinflußt von der roten Wells-Fargo-Kutsche aus dem Lucky-Luke-Album „Die Postkutsche“, welches ebenfalls zu meinen Favoriten zählt.

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten… Freilich nicht mit ’ner Postkutsche, sondern mit ’nem Kremserwagen, aber is’ ja so ähnlich.


Breaking Bad.

9. Juni 2011


Die Entscheidung, den Fernseher abzuschaffen, habe ich bis jetzt nicht bereut. Um Fußball zu gucken, braucht man kein TV-Gerät im Haus zu haben, und alles andere ist eh verzichtbar. Bis auf manches. Und dafür wurde zum Glück die Digital Versatile Disc (DVD) erfunden. Derjenige, dem der Gedanke kam, diese sinnreiche Erfindung nicht nur für die Zweitverwertung von Kinofilmen zu nutzen, sondern auch komplette Fernsehserien daraufzupressen, ist zu preisen. Lauthals. Endlich ist man unabhängig von … erstens dem Besitz eines Fernsehers … vor allem aber von Austrahlungsterminen und Sprachversionen. DVDs können angeschaut werden, wann immer es persönlicher Zeitplan oder Bockdraufgehabe erlauben, auch mal mehr als eine Episode am Stück, fremdsprachige Serien sind in der originalen Sprachversion verfügbar, nach Belieben mit oder ohne Untertitel. Und man verpaßt garantiert nichts.

Nichts verpassen sollte man von der amerikanischen Serie Breaking Bad. Vor allem den Anfang nicht, der einen schlicht von den Socken haut, aber auch sonst nichts, denn in jeder Folge kommt es zu überraschenden Wendungen, wartet man voller Spannung, ob die Wendungen, die man vorherzusehen glaubt, tatsächlich eintreten, wird der Zuschauer vor moralische Fragen gestellt, die nur vordergründig eindeutig zu beantworten sind, und wird eine gute Geschichte über interessante Charaktere erzählt, von erstklassigen Schauspielern dargeboten.

Worum es in Breaking Bad geht? Wer es nicht sowieso weiß, der sollte eigentlich ohne dieses Wissen die erste Folge ansehen, im Vertrauen darauf, daß die Zeit vor dem Bildschirm gut investiert ist, Ehrenwort. Auch Lego kommt vor, und das ist in diesem Blog ja nicht ganz unwichtig.

An dieser Stelle ist es mal wieder angebracht, auf ein Lego-Machwerk fremder Feder zu verweisen, nämlich auf dieses typische Gefährt aus Breaking Bad, gebaut von Orionpax: [klick]


Buch der Woche: Hundertundein Dalmatiner

3. Juni 2011

Aus der Reihe „Filme, die ich nie sah, zu Büchern, die ich nie las“ liegt heute der obengenannte Roman „Hundertundein Dalmatiner“ auf dem Büchertisch. Jawohl, das ist ein Buch, 1956 herausgegeben von Dodie Smith, auch wenn Disneys Filmversionen bekannter sein mögen, sei es als Zeichentrick von 1961, oder sei es als Spielfilm von 1996. Ich sah sie beide nicht. Aber vollkommene Unkenntnis des Gegenstands hat ja noch nie irgendjemanden davon abgehalten, im Brusttone der Überzeugung darüber zu referieren. So auch mich nicht.

Darum also geht es:

Mr. und Mrs. Dearly, am Namen schon als die Guten zu erkennen, sind jungvermählt und Besitzer eines Paares Dalmatiner, das auf die Namen Pongo und Missis Pongo hört. Mrs. Dearly hat eine alte Schulfreundin, die realitätsferne aber anspruchsvolle Cruela de Vil, ebenfalls durch ihren Namen schon als die Unsympathin der Geschichte gekenn- zeichnet. Diese extravagante Dame hat es sich in den Kopf gesetzt, sich einen Mantel aus Dalmatinerfell schneidern zu lassen, ein Herzenswunsch, zu dessen Erfüllung sie über Leichen zu gehen bereit ist. Sinnvoller- aber grausamerweise über Hundeleichen nämlich. Zu diesem Zweck entführt Cruela den ersten Wurf von (Missis) Pongo, aber unter anderem auch die Welpen der Hundedame Perdita. Die verzweifelten Hundeeltern begeben sich daraufhin auf die aben- teuerliche Suche nach den kleinen Hündchen.
Näheres möge bitte im Buche nachgelesen werden, bei Gelegenheit auch mal von mir.

Die Lego-Version des Buches wird im Set 3205 von der Dalmatiner- freundin Andrea beim Picknick geschmökert.