Bin ich eigentlich der einzige, (Komma)

31. März 2010

… der den Helm des neuen Space-Police-Männekens (Mitte links) arg klobig findet? Die generelle Form wäre ja nicht schlecht, aber in dem gutgemeinten Eifer, ihn passend für das althergebrachte Visier zu entwerfen, wurde das Stück leider viel zu hoch. Soviel Hirn hat eine Minifig eigentlich nicht. (Bild = Link)

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Buch der … äh des Monats: Post für den Tiger

25. März 2010

Seit der letzten Buch-der-Woche-Besprechung verging geraume Zeit; unterdessen ward es Frühling. Die Sonne spendet Licht und Wärme, die Schlaglöcher sind eisfrei, und durch die lauen Lüfte schmettern Linge, immer hübsch am flatternden blauen Band entlang. So fiel die Wahl für den Büchertisch auf dieses Buch:

Allein, was kann das sein? Ernst Jüngers berühmte Schmetterlings- sammlung? Das ixte Tagebuch eines verstörten Scala-Mädchens? Flash-Vorlagen für Steißbein-Tattoos? All das ist denkbar, doch am einfachsten wäre es, einen Blick ins Innere zu werfen.

Nun ist es offenbar! Es handelt sich um Janoschs Geschichte „Post für den Tiger“. Und darum geht es:
Der kleine Tiger merkt, daß er, während der kleine Bär draußen seinen Verrichtungen nachgeht, zu Hause recht einsam ist. Trübsinnig trottet er durchs Haus und hat keine Lust zu nichts. Darum bittet der kleine Tiger den kleinen Bären, ihm doch vom Fluß aus einen Brief zu schreiben, um die Einsamkeit zu vertreiben. Dies tut der Bär, übergibt den Brief jedoch abends, vom Fischen heimgekehrt, persönlich. Das war ja irgendwie nicht Sinn der Sache, denn so saß der kleine Tiger doch wieder den ganzen Tag einsam zu Hause herum und wartete auf den Brief. Doch dann kommt den Freunden die rettende Idee: Ein Bote könnte den Brief überbringen! Nach mehreren vergeblichen Versuchen, einen geeigneten Boten zu finden, übernimmt schließlich der Hase diese Aufgabe. Der kleine Tiger bekommt nun also einen Brief vom Bären, fühlt sich nicht mehr einsam und geht wieder fröhlich seinem Tagewerk nach, nämlich der Hausarbeit. Und das tollste ist: Es funktioniert auch anders herum. Als der Tiger im Wald unterwegs ist, um Pilze zu sammeln, sendet er dem Bären einen Brief. Andere Tiere bekommen Wind von dieser phantastischen neuen Erfindung und beginnen ebenfalls, Briefe an ihre Freunde zu schreiben.

Thurn und Taxis kopierten später dieses System erfolgreich, und Heinrich von Stephan brachte einen Toast aus. Vor allem darauf, daß der kleine Bär und der kleine Tiger obendrein noch das Telephon erfinden, indem sie durch die Tunnel der Maulwürfe Röhren verlegen, um auch miteinander sprechen zu können. Schließlich erfinden sie sogar noch die Luftpost per Brieftaube, denn auch der Elephant möchte nach Hause schreiben, aber Afrika ist so weit weg.

Diese Hommage ans Miteinander-Kommunizieren ist nicht nur für Kinder lesenswert. Die Lego-Ausgabe des Buches sucht man am erfolgreichsten im Set 3211.


Impressionen eines Kaufrauschs – Grand Emporium 10211

21. März 2010

Dank 100holländern.nl, welche die lange Fahrt nach Oberhausen nicht machen wollten, ohne auch was Ordentliches zum Einkaufen vorzufinden, waren im dortigen Lego-Store Grand Emporiume 10211 vorhanden – die hatten nämlich vorbestellt. Und nachdem die De-Bouwsteen-Mitglieder alle ihren Clubausweis vorgezeigt hatten und versorgt waren, durften wir paar wenigen anwesenden 1000steinler uns die Reste schnappen. Das tat ich dann auch. Aber was soll ich viele Worte machen? Ich mache Bilder. (Komma, die natürlich wie üblich Links zur jeweiligen Großversion sind.)


„Du, Schaaahatz…?“


Mutter eines Wildfangs, verheiratet mit einem AFOL … *seufz*


Nach unzähligen RTL-Weltpremieren-Familienfilmen hätte man wissen können, daß man Bälle nicht in der Etage oberhalb der Haushaltswaren- abteilung verkaufen sollte.


Diese Situation sollte vermieden werden, denn die Leiter ist nicht im Lieferumfang enthalten.


Ja und jetzt?


„Oh, Verzeihung!“


„Schatz, hast du schon bezahlt? Ich hab’ hier nämlich noch…“ (Geld ist im Lieferumfang übrigens auch nicht enthalten.)


(Die Drehtür habe ich direkt mal motorisiert.)

Wer das Set jetzt nicht haben will, dem kann ich auch nicht helfen.

Und Quark. Ich habe die Drehtür natürlich nicht motorisiert.


Grunz, quiek, schubber, suhl!

16. März 2010

Da „Bauer“ ja mein zweiter Vorname ist, habe ich circa 25 Jahre auf Bauernhofsets von Lego gewartet. Playmobil hatte einen Bauernhof, im Duplo-Sortiment gehörte er selbstverständlich auch dazu, bloß für Minifigs gab es so etwas nie. Bis letztes Jahr. Kühe! Aber ansonsten, naja, geht so; das Gehöft ist etwas löchrig.

Dieses Jahr wurde nachgelegt. 7684 bringt uns Schweine! Und einen weiteren Traktor. (Bilder = Links)

Das Set ist in der Gesamtschau irgendwie sehr viel breiter als hoch. Kein Wunder, daß der Karton so überdimensional groß sein mußte.

Der Schweinekoben hat fast alles, was ein solches Gehege braucht. Strohbestreute Liege- plätze fürs Borstenvieh, eine Wassertränke, braunes Zeugs, welches das Stadtkind gar nicht identifizieren will, und zwei Futtertröge in innovativer Bauweise. Das Gehege kann man nicht in legotypischer Weise rechtwinklig anordnen, da sich sonst das Törchen nicht schließen läßt.

…und dann geht das Knirpsschweinchen stiften. Drücken wir ihm die Daumen! Denn sollte ihm die Flucht nicht glücken, könnte es einem traurigen Schicksal entgegensehen, sofern es nicht Eier legt, Milch gibt und Wolle liefert. Glaube ich aber alles nicht.

Der Traktor ist eigenartig. Je nach Perspektive wirkt er äußerst gelungen oder auch grob mißlungen. Das liegt wohl am Radstand in Tateinheit mit der Breite des Gefährts. Ohne den Traktor mit Anhänger hätte man natürlich billiger an die Schweineherde kommen können, aber ich will nicht meckern.

Auf dem Teller ziehe ich Rind vor, doch der Niedlichkeitsfaktor der Lego-Schweinchen überwiegt den der Kühe.