Freitag der 14te.

14. Februar 2014


Liebes Internet, ich weiß, was heute fürn Tag ist. ’s schon in Ordnung.

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Mut zur Noppe.

12. Februar 2014

Lego. Sind das nicht diese Plastiksteine mit den Noppen drauf? Die man so kreativ zusammensetzen kann? Ja, könnte sein. Manchmal weiß man’s nicht. Entweder, weil man einem Produkt nicht ansieht, daß es Lego ist, oder weil ein Bauwerk so gar nicht nach Lego aussieht. Und es gibt viele Lego-Bauwerke, denn Lego ist als allgemeines Hobby ..äh.. in der Mitte der Gesellschaft angekommen, um mal etwas zu schwallen. Aber gerade bei den ambitionierteren Bauherren fällt auf, daß sich eifrig bemüht wird, die charakteristischen Noppen möglichst abzudecken. Das kann natürlich seinen Reiz haben. Ein Bauwerk von beispielsweise Neverroads ist mit vielen sichtbaren Noppen kaum vorstellbar. Ich selbst hatte auch schon so Bauten. Andererseits ist Lego halt Lego und nicht Modellbau. Es gibt Überschneidungen, aber im allgemeinen wird ein Lego-Modell seinen Ursprung immer erkennen lassen, schon weil die Form des Modells nur mit den im Lego-System verfügbaren Teilen hervorgebracht werden kann – puristische Bauweise vorausgesetzt. Und verdammt, dann kann man doch auch dazu stehen, daß es sich um Lego handelt! Lego, diese Plastiksteine mit den Noppen drauf.

Im obigen Bild sind nicht so viele Noppen zu sehen. Es ist quasi ein bildgewordenes Oxymoron, um die Pointe mal vorwegzunehmen. Denn angesichts der umsichgreifenden Noppenversteckeritis forderte der Lego-Veteran Cran, es müsse ein Visible Studs Movement geben: Zeigt her eure Noppen!
Sollte ich also tatsächlich mal wieder etwas bauen, werde ich die Noppen nicht verleugnen.


Serien-Highlights.

6. Februar 2014

Der Wortmann regte hier an, mal 15 Serien aufzulisten, die sehenswert sind. Na gut, dann will ich mal. Bleibt abzuwarten, ob ich überhaupt auf 15 komme.

Friends
Breaking Bad
The Simpsons
Futurama
Game of Thrones
Monk
Der Tatortreiniger
Stromberg
Türkisch für Anfänger
House
Scrubs
Black Adder
Mr. Bean
Monty Python’s Flying Circus
Die Zwei


Burg-Kavallerie 70806.

5. Februar 2014

Bei dem Titel würde ich ja Pferde erwarten. Aber es geht ja um den Film The LEGO® Movie, und da ist offenbar alles anders. Genau können wir’s freilich noch nicht wissen, denn der Film kommt in Deutschland erst ..äh.. später. Im April, glaube ich. In die Kinos nämlich. Jedenfalls will in dem Film ein gewisser Präsident Business irgendwas. Irgendwas Kaltherziges und Größenwahnsinniges. Und um das zu bekommen, schickt er seine Micromanager los, also kastenförmige Roboter von unsympathischem Äußeren. Im Set 70806 zum Beispiel will das Kastenwesen die blonde Frau schnappen.

Is’ ja ’n Kinderfilm, ach ja, und als Lego-Welt animiert, also baut der minifigürliche Held Emmet, in diesem Set nicht enthalten, aus Vorgefundenem brauchbare Apparate, um dem Ansinnen des bösen Präsidenten etwas entgegenzusetzen.

Die Frage muß erlaubt sein: What the heck…? Ein Pod-Racer im Burgenstil? Die Antwort lautet wahlweise: Phantasie! oder: Absurdität! Uns ist beides recht. Jedenfalls ist dies ein Ritterset, also war mein Interesse geweckt. Und da die Sets zum Film – wir dürfen annehmen: aufgrund der Filmvorlage – sich um größtmögliche Realitätsferne bemühen, war die Kaufentscheidung gefallen. Denn Absurdität ist mein Hobby.

Bekanntermaßen ist Lego jeden Tag ein neues Spielzeug, also liegt es nahe, aus diesem steinernen Geschoß, aus diesem Geschwindigkeit gewordenen Turm in der Schlacht auch was zu bauen, was besser in eine ritterliche Umgebung paßt. Tolle Idee, die hatte Lego nämlich selbst. Dieses Set bietet ganz offiziell unter dem Motto „2 in 1“ ein Alternativmodell an, so richtig mit Bauanleitung.

Naja, geht so. Erkennbar lag das Augenmerk bei diesem Modell mehr auf der Umbaubarkeit zum Pod-Racer als auf einem wirklich schönen Burgmodell. Obwohl… Andere Burgmodelle dieser Tage sind auch nicht schöner. Bisweilen frage ich mich, woran das wohl liegt? Vielleicht liegt es daran, daß Lego durch die Fülle seiner eigenen Möglichkeiten überfordert ist. Tausenderlei verschiedene Teilformen stehen zur Verfügung, im Jahresrhythmus kommen weitere hinzu. Für all die unterschiedlichen Farben gilt dasselbe. Es gibt also schier unendlich viele Möglichkeiten zur Strukturierung, sei es durch die Form, sei es durch die Farbe. Der Eindruck drängt sich mir auf, daß die Setentwickler nicht immer das richtige Verhältnis zwischen Strukturelementen und Farbakzenten finden beziehungsweise von beidem zu viel hinzugeben. Die Kunst der Bescheidung, die zu schlichter Eleganz führt, ist nicht gegenwärtiger Lehrinhalt der Billunder Schule. Aber das nur am Rande.

Ich war natürlich zu faul, dieses Törchen nebst übriggebliebenen Teilen ins Hauptmodell zurückzuverwandeln. Wenn also jetzt der schwarze Kasten auf Rädern wieder Unheil stiftet, ist es ungewiß, ob die Kavallerie rechtzeitig kommen wird.