Hoch zu Roß.

28. Mai 2012

In dem Bestreben, auf www.ℜittersets.de so viele Informationen wie möglich zu bieten, habe ich nun eine Übersicht über alle Zossen, Gäule, Rösser und Pferde angelegt, die so bei Lego durch die Lande äpfeln. Welche Schabracke gehört zu welchem Set? Welche Kombinationen von Fell- und Sattelfarbe gibt es? Und wo kommt eigentlich dieses kleine Fohlen her? Im Stall auf www.ℜittersets.de kann man sich’s ansehen. Es sind natürlich jeweils die zugeordneten Sets angegeben, auch wenn es sich mal nicht um ein Ritterset handeln sollte.

Leider fehlen noch die neuen Pferde mit beweglichen Hinterläufen, wie sie seit diesem Jahr in den Herr-der-Ringe-Sets enthalten sind, denn davon besitze ich noch keins. Aber derlei wird sicher bei Gelegenheit nachgetragen. Überhaupt muß ich mich noch für oder gegen eine Einbindung dieser Sets entscheiden. Bisher ließ ich jegliche Lizenz-Sets außen vor, weil diese ja kein originäres Lego-Thema darstellen. Na, mal sehen.

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Ironie und -kese.

19. Mai 2012


Sascha Lobo, das ist der Typ aus der Vodafone-Werbung. Daher würde meine Mama das Gesicht kennen, bzw. den markanten Haarschopf, ohne natürlich einen Namen zuordnen zu können oder einen Gedanken daran zu verschwenden, daß der auch außerhalb dieser Werbung gekannt wird. Wird er aber. Dank seines Irokesenschnitts und vermutlich auch aufgrund tatsächlicher Qualifikationen ist er ein gefragter Mann, wann immer es etwas zum Thema Internet zu sagen gilt in Vorträgen, Interviews und Kolumnen, zum Beispiel auf Spiegel-Online. Der Mann sendet auf allen Kanälen, und die gute Übung würde es verlangen, diese nun alle hier zu verlinken. (Seine Homepage, seine Facebook-Seite, seinen Twitter-Account, seinen Flickr-Account, seinen Xing-Account, seinen ..äh.. was gibt es denn noch so; ich bin da gar nicht so firm. Im Vodafone-Spot wird schon eine Menge verraten: klick.)

Wie ich neulich erfuhr, sind auch Sascha Lobos (Die Wölfe. Nee, Genitiv, falls das jemandem noch was sagt.) Auftritte auf der Internet-Konferenz re:publica berüchtigt. Ich sah mir den Mitschnitt in zwei Teilen seiner diesjährigen Rede an, und ja, es war amüsant. Er bricht den Stab über einigermaßen viel sinnlosen Quatsch, der unter der Maßgabe, the next big Nothing zu werden, ins Internet gepumpt wird (Google+, haha!), und plädiert dafür, sich als aktiver Nutzer, Teilnehmer, Bereicherer des Internets nicht abhängig zu machen von Facebook. Eigenregie tue not. Bloggen sollen wir! Tu ich doch! Und das hat er jetzt davon.

Sein ihm nicht bewußt werdendes Pech ist, daß mir heute (Heute ist, bevor ich den Tag durch Zubettgehen beende.) noch mal meine gesammelten Sammelminifgs unter die Finger kamen und der Iro des Punkrockers lose in der Tüte lag. Es stimmt mich durchaus bedenklich, daß mein erster Gedanke angesichts des aus dem Kontext gerissenen Stücks Plastik war: Sascha Lobo. Werbung wirkt. Zwar nicht unbedingt die Vodafone-Werbung, die ich dank TV-Abstinenz kaum mal sah, aber Sascha Lobos Eigenvermarktung in jeglicher anderer Form. Im Unterschied zu meiner Mama ist er mir ein Begriff. Na, herzlichen Glückwunsch!


Die Gesetzeslage.

12. Mai 2012

Der Pokal habe seine eigenen Gesetze, heißt es. Weil nämlich – zumindest im Modus des deutschen Vereinspokals – pro Runde nur ein Spiel bestritten wird, kann durch einen enormen Kraftakt auch mal ein „Kleiner“ über einen „Großen“ triumphieren. Das geschieht zwar auch im Liga-Betrieb nicht selten, hat aber nur im Pokal-Wettbewerb unmittelbare Auswirkung, eben das Ausscheiden der einen Mannschaft und das Weiterkommen der anderen. Seit 1935 gibt es in Deutschland einen Pokalwettbewerb, zunächst bis 1943 den sogenannten Tschammer-Pokal, benannt nach dem damaligen Reichssportführer, dann wurde 1952 nach einer kriegsbedingten Unterbrechung der Wettbewerb als DFB-Vereinspokal wieder aufgenommen. In all den Jahren hat sich die ruhmreiche Borussia aus Dortmund als vorbildlich gesetzestreu bewiesen und regelmäßig gegen unterklassige Gegner die Segel gestrichen, meist noch vor der Winterpause. Dieses Jahr konnte der BVB erst zum fünften Male überhaupt ins Finale vordringen.

Bereits im ersten Anlauf 1963 bot sich die Chance auf den Double-Gewinn, doch der Deutsche Meister Borussia Dortmund mußte sich dank dreier Tore Uwe Seelers dem HSV geschlagen geben. Zwei Jahre später jedoch konnte der BVB das Finale gegen Alemannia Aachen tatsächlich gewinnen und somit als erste Mannschaft die damals neugeschaffene Trophäe entgegennehmen, die 1965 endlich den alten Nazi-Pokal abgelöst hatte. Im Jahr drauf folgte sogar noch der Sieg im Europapokal der Pokalsieger, dann aber lange nichts. Erst 1989 gelang erneut der Finaleinzug (Sieg!), dann erst wieder 2008 (Niederlage).

So kommt es, daß ich mir den Namen Borussia Dortmund im Zusammenhang mit Pokalsiegen fast gar nicht vorstellen kann. Diesbezügliche Schlagzeilen fanden so gut wie nie statt, zu meinen Lebzeiten einmal nur, und da war ich 12 Jahre alt. Ein Double kann ich mir überhaupt nur beim FC Bayern vorstellen. Vielleicht rührt daher mein schlechtes Gefühl im Hinblick aufs bevorstehende Finale heute Abend. Die ganze Saison über war ich zuversichtlich, hielt die Meisterschaft für möglich und wunderte mich über das Ausbleiben des mir eigenen Zweckpessimismus’. Aber nun hat er sich endlich eingefunden, na prima.

Mit Blick auf die Pokalgeschichte wäre also der BVB der „Kleine“, der überraschend gegen die großen Münchner, die 15maligen Pokalsieger, gewinnen könnte. Auf dem Weg ins Finale hat Dortmund aber ausnahmslos unterklassige Mannschaften ausgeschaltet, was ja den eigenen Gesetzen des Pokals ebenso deutlich widersprach wie der Dortmunder Pokalhistorie.. Gleichzeitig wäre der Deutsche Meister ja auch im Finale gegen die Bayern (ausnahmsweise mal nicht Meister) keineswegs als „Kleiner“ zu bezeichnen. Wie man es auch wendet, es gibt in diesem Finale keinen Kleinen, nur zwei Große. Anarchie! Die Pokalgesetze sind nicht anwendbar! Und jetzt?

Bleibt uns noch das Gesetz der Serie. Borussia hat die letzten vier Spiele gegen die Bayern gewonnen. Aber wie lautet jetzt das auf diese Serie passende Gesetz? Es wird ein fünfter Sieg hinzukommen? Es ist an der Zeit, daß die Serie reißt? Herrje! Eine Statistik bedeutet für den Einzelfall nichts. Seriengesetze sind also Humbug. Es nützt alles nix, wir müssen schlicht den Ausgang des Spiels abwarten, auch wenn’s schwerfällt. Vor lauter Nervosität versuche ich ja schon, die Zeit bis zum Anpfiff mit diesem sinnlosen Artikel zu überbrücken. Ich hätte mir das Nägelkauen nicht abgewöhnen sollen.

Kleiner Nachtrag:
Hat ja dann doch geklappt.