Dortmunder Morgenpost.

13. Juni 2011

Seit ich im zarten Alter von … noch einstelligen Jahren, wahrscheinlich, Zeuge einer historischen Postkutschenfahrt wurde, faszinierte mich das Postwesen. Dieses Wesen ist ja mittlerweile vom Aussterben bedroht, findet man doch kaum noch amtliche Posthaltereien, sondern lediglich „Agenturen“ in Supermärkten und Blumenläden. Nun ja. Seit der Begegnung mit der echten Postkutsche avancierte jedenfalls das Lego-Set 6055 bei mir zu einem Lieblingsmodell, und ich baute es in gelb-schwarzer Farbgebung nach. Und klebte einen buntstiftbunten Aufkleber auf die Seite, um das Schießschartenfenster etwas zu vergrößern. Nun ja.

Vor einiger Zeit baute ich dann endlich mal eine ernstzunehmende Postkutsche, in der Absicht, sie in einen größeren Landschaftskontext einzubetten. Aber ich komm’ ja zu nix. Also zeige ich den Vierspänner einfach mal nackt vor.

Als Inspiration dienten mir verschiedene Bilder von historischen Post- kutschen, die alle unterschiedlich aussahen, einige davon durchaus nicht besonders hübsch, da bei ihnen das Augenmerk auf die Zweckmäßigkeit gerichtet war. Mein Lego-Modell ist daher eine Eigenmischung aus verschiedenen Kutschentypen der gelben Post, aber auch beeinflußt von der roten Wells-Fargo-Kutsche aus dem Lucky-Luke-Album „Die Postkutsche“, welches ebenfalls zu meinen Favoriten zählt.

Bolle reiste jüngst zu Pfingsten… Freilich nicht mit ’ner Postkutsche, sondern mit ’nem Kremserwagen, aber is’ ja so ähnlich.