Eröffnet: Die Werkschau!

20. Mai 2013


Da ich ja nicht mehr zum Bauen komme, schon gar nicht von größeren MOCs, muß ich leider auf olle Kamellen setzen, um die Erinnerung wachzuhalten, daß das mal anders war. Darum habe ich hier im Blog, der zunehmend die Funktion einer Homepage erfüllt, mal eine Sektion mit meinen Lego-Eigenbauten eröffnet. Sie findet sich oben unter „Werkschau“, weil sie eben das ist. Enthalten sind fast alle meine Lego-Bauwerke, einigermaßen chronologisch geordnet, bisweilen mit Text, immer mit Bildern. Die Tendenz ist eindeutig: Früher herrschten große, komplexe Bauten vor, vorgestellt in endlos vielen Bildern. In jüngerer Zeit baute ich eher kleine Dinge, die oft in einem einzigen Bild umfänglich dargestellt sind.
Manchmal hätte ich ja Bock, was Großes zu bauen, aber ich habe einfach keine Lust…


Ein Türmlein stand im Walde.

22. Februar 2011

Und zwar dieses, in meiner an Lego nicht eben armen Kemenate, ungefähr acht Jahre lang. Da steht es noch immer, doch sein Glanz verblaßt. Der böse Feind Staub eroberte nämlich das Terrain Noppe um Noppe. Er fand einen dankbaren Gegner, denn das grüne Lego-Blattwerk giert geradezu danach, vom Staube bedeckt zu werden. Vor allem ist es kaum möglich, diesen zwischen den hohlen Noppen und den Verzweigungen zu entfernen, wenn man versucht, ihm mit dem Pinsel zu Leibe zu rücken. Das Material ist weich und zugleich angerauht, wie geschaffen dafür, den Staub dauerhaft an sich zu binden. So wurde denn das satte Grün um den Turm herum immer grauer und flockiger.

Damit nicht genug. Denn dieses Lego-Gestrüpp ist verflixt bruchanfällig. Sobald jemand leicht dagegentitscht, bricht was ab oder ein Baum in sich zusammen, den organisch zwischen seine Zweige hineingewachsenen Nachbarbaum mitreißend. Solange das MOC* noch jung und aufregend war, setzte ich die Baumleichen rasch instand. Aber in den acht Jahren, die der Turm hier steht, verglomm die Leidenschaft, daher blieben die gefällten Bäume einfach liegen, wo sie lagen. Und die sammelten immer mehr Staub, denn staubsaugen war keine Option, weil allzu leicht lose Kleinteile hätten weggesaugt werden können.
*) My Own Creation, ein Eigenbau

Bis es mir heute reichte und ich endlich mal des Staubes Herr werden wollte. Ich saugte zunächst also vorsichtig die Staubflocken zwischen dem Lego hervor, erwischte natürlich auch das ein oder andere Kleinteil. Aber merke: Du weißt, daß du zuviel Lego hast, wenn dir weggesaugte Teile gleichgültig sind. Jedoch war auf diese Weise dem Staub nicht großflächig beizukommen; das Grünzeug mußte da weg. Also räumte ich es weg. Die einzelnen Baumgfragmente hatten eine Reinigung auch sehr nötig, was sich am einfachsten bewerkstelligen ließ, indem ich sie auseinanderbaute.

Kurz gesagt: Das war’s jetzt mit den Bäumen!

Die Chance, daß ich den Hügel wieder aufforste, ist verschwindend klein. Ich erwäge sogar, den ganzen Turm endlich abzubauen. Lego – jeden Tag ein neues Spielzeug. Von wegen!