110.

19. Dezember 2019

Heute auf den Tach vor einhundertundzehn Jahren, am 19ten Dezember 1909, entschieden sich im Dortmunder Norden einige widerborstige Rabauken der Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“, einen Fußballverein zu gründen, weil ihr Dekan dem Fußballsport so rein gar nichts abgewinnen konnte und dergleichen Proletengedöns in seiner Kirchengemeinde nicht tolerieren wollte. Und hastenichgesehn war der Ballsportverein Borussia 09 aus der Taufe gehoben, ohne jedoch Kirchenmitglied zu sein. Die Kurie was not amused.

Keine 90 Jahre später, nämlich bereits am 1sten September 1999, entschied ich mich, diesem Verein beizutreten. Vielleicht entschied ich aber auch bereits vorher, und am 1sten September wurde lediglich die Mitgliedschaft wirksam. Über die Beweggründe zum Beitritt kann ich im Rückblick nurmehr spekulieren. Nach den Meisterschaften 1995 und 1996 sowie dem Gewinn der Champions League 1997 verliefen die folgenden Saisons nicht gar so erfolgreich, der Trainer wurde gewechselt, die Mannschaft wurde planlos zusammengestellt, und der Verein machte vor allem dadurch von sich reden, daß er den Börsengang vorbereitete, welcher am Tag nach dem Weltspartag 2000 erfolgen sollte und fünf Jahre später schon fast den Konkurs des BVB bedeutet hätte. Das konnte ich im Spätsommer des Jahres 1999 also noch nicht wissen. Wie dem auch sei, seit 20 Jahren zahle ich da Mitgliedsbeitrag, was mir seinerzeit gewisse Vorteile versprach. Vor allem haben Mitglieder ein Vorkaufsrecht für Eintrittskarten. Mit der Mitgliedsnummer 73287 und einem Fassungsvermögen des Westfalenstadions, das in jener Zeit durch Tribünenerweiterungen nach und nach auf über 80000 Zuschauer gesteigert wurde, standen also die Chancen gar nicht so schlecht. Inzwischen verzeichnet der Verein allerdings über 150000 Mitglieder, und das Vorkaufsrecht ist längst keine Garantie mehr dafür, Karten zugeteilt zu bekommen. Einmal jedoch hatte ich Glück und gewann zwei Karten fürs Pokalfinale 2008, wobei „gewinnen“ nicht bedeutet, daß ich sie umsonst bekommen hätte, neenee. Verloren wurde außerdem das Spiel.

Mathe-Genie, das ich bin, dachte ich: 1999 bis 2019 – das sind 20 Jahre. Also habe ich wohl 20 Mitgliedsausweise. Es sind aber 21, und das macht mich fassungslos.

Wie man sieht, war der Mitgliedsausweis zunächst ein schmuckloses Stück laminierte Pappe mit nachlässig eingedruckten Daten. Im Jahre 2001 wurde aus mir nicht einsichtigen Gründen diesen Daten das Geburtsdatum des Ausweisinhabers beigefügt, aber dieses unachtsamerweise mit dem Datum des Vereinseintritts gleichgesetzt, ein Fehler, der im Folgejahr korrigiert wurde. In den Jahren 2003, 2004, 2005 und 2006 schmückte die Karte das frisch ausgebaute und neugestaltete Westfalenstadion, das im Dezember 2005 freilich in „Signal Iduna Park“ umbenannt wurde. Auch auf dem 2006er Ausweis kann man aber noch den Namen „Westfalenstadion“ auf dem Bild erahnen. Ich bin eh der Ansicht, daß der mit Sponsorengeld finanzierte Signal-Iduna-Park die Grünfläche im Westfalenstadion ist. Meinetwegen soll der Rasen so heißen, wenn die Versicherung die Gärtner bezahlt.

In den Jahren 2007 und 2008 wurde der Vereins- oder Kommanditgesellschaft-auf-Aktienbasis-Führung die Verwendung des Westfalenstadion-Bildes wohl zu heikel, und das Design wurde auf schlichtes schwarz und gelb geändert, welches schließlich zum besonderen Jubiläumsdesign 2009 führte. Ab dem Jahr 2010 schließlich werden auf dem Kärtchen historische Mannschaftsbilder gezeigt, seit 2011 im gegenwärtigen Corporate-Identity-Design. Die doch einigermaßen reichhaltige Titelliste des BVB würde es erlauben, diese Siegermannschaften in den jeweiligen Jubiläumsjahren zu ehren, aber auf diesen Trichter kamen die Designverantwortlichen auch nicht von Anbeginn. Die 2010er Karte zeigt ein Bild von 1913; 2011 ist die Meistermannschaft 1957 zu sehen; 2012 die Sieger des Europapokals der Pokalsieger 1966, die erste deutsche Mannschaft, die einen Europapokal gewann; 2013 die Meistermannschaft von 1956, welche die ein Jahr jüngere, ansonsten aber identische Mannschaft von 1957 ist, ein einmaliges Kuriosum in der deutschen Fußballgeschichte; 2014 sehen wir den Deutschen Meister 1963, mithin die letzte Meistermannschaft vor Einführung der Bundesliga; 2015 schließlich haben wir den Pokalsieger von 1965 im Bild, übrigens als erste Mannschaft mit der damals neu geschaffenen und bis heute verwendeten Trophäe; 2016 schaffte es abermals der Europapokalsieger von 1966 aufs Cover; 2017 zum 20-jährigen Jubiläum der Champions-League-Sieger von 1997; 2018 der Westdeutsche Meister und somit Teilnehmer an der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft von 1948; und 2019 sehen wir den Pokalsieger von 1989.

Und Mitglied im LEGO World Club war ich auch mal. Ohne jegliche Vor- oder Nachteile, das Kärtchen ist auch nicht datiert.


Der Trotz der Besitzlosen.

28. April 2016

Jaja, ich weiß. Wir (das ist: Borussia Dortmund) haben auch den Gladbachern den Reus weggekauft. Und auch sonst verpflichten wir ja jährlich gute Spieler oder hoffnungsvolle Talente von anderen Vereinen, zum Leidwesen der dortigen Anhängerschaft. So ist eben das Fußballgeschäft, blabla. Aber es kommt doch ein Hauch von Frustration auf, wenn wir (das ist: s.o.) jetzt jedes verfickte Jahr einen unserer Besten an die sowieso schon Besten (das ist: Der FC Bayern München) abgeben müssen. Dieses Jahr geht also der Kapitän von Bord. Vielleicht verläßt auch bloß eine weitere Ratte das sinkende Schiff. „Aber eins, aber eins, das bleibt besteh’n: Borussia Dortmund wird nicht un! ter! geh’n!“

Also haut doch ab, wenn es euch wichtiger ist, mit den Bayern die 27ste bis 35ste Meisterschaft und den 19ten bis 24sten DFB-Pokal zu gewinnen, statt solches mit einem Verein zu tun, wo diese Titel noch einen Wert haben. Kapitän einer Mannschaft zu sein, mit der man bereits zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal gewonnen hat, mit der man im Finale der Champions-Leage stand, bei der man zur Legende hätte werden können, ist halt uninteressant.

Fluch der Fußballromantik!


Und wenn schon.

18. April 2012

Sofern nicht noch ganz dramatische Dinge passieren, wird Borussia Dortmund innerhalb der nächsten drei Wochen sicherstellen, die achte Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte zu erringen. Und da dies dann die zweite Meisterschaft in Folge sein wird, und da auf dem Wege dahin zwei Mal der Branchenprimus* besiegt wurde, und da dieses auch in der Vorsaison bereits der Fall war, ist Uli Hoeneß doch ein bißchen fickerig, wie er in der Gesprächsrunde bei Sky90 zeigte. Er nehme Borussia Dortmund zwar sehr ernst, aber mache sich bezüglich der Vormachtstellung des FC Bayern noch keine Sorgen, denn der BVB spiele zwar eine Supersaison, müsse aber erst noch beweisen, daß er es international auch draufhabe. Und überhaupt gäbe es in Dortmund ja keine Weltklassespieler.

*) Ein Wort, das sich der FCB markenrechtlich schützen und auf den Mannschaftsbus lackieren lassen sollte.

Nun gut, das klingt alles so, als müsse Hoeneß angesichts der jetzt zweimaligen Unterlegenheit beim Meister das bayerische Ego durch Verweise auf Nebenkriegsschauplätze streicheln: „Und wir sind doch die Besten! Denn was ist schon eine Meisterschaft wert im Vergleich zur Halbfinalteilnahme in der Champions League!?“
Glücklicherweise kann man in Dortmund sehr gelassen mit solchen Anmutungen umgehen, denn den Anspruch, einen dauerhaften Machtwechsel in der Fußballbundesliga herbeizuführen, hat hier ja niemand. Lediglich die Journaille versucht beständig, Aussagen in diese Richtung aus den Protagonisten beim BVB herauszukitzeln, holt sich aber regelmäßig eine Abfuhr. Insofern entbehrt Ulis (Nicht-)Sorge vor einer schwarzgelben Ära sowieso jeder Grundlage.

Doch immerhin hat seit 1983 – damals war es der Hamburger Sportverein – nur ein einziger Verein es vermocht, den Bayern zwei Meisterschaften in Folge abzuringen und damit so etwas ähnliches wie eine Ära zu beginnen. Und zwar ausgerechnet der BVB, in den Jahren 1995 und 1996. Vielleicht erklärt sich daraus Ulis Unruhe. Zwar folgte damals auf die zweite Meisterschaft der Sieg in der Champions League, doch danach längere Zeit nichts, außer im Jahre 2002 noch einmal eine sehr (sehr!) teuer erkaufte Meisterschaft, die in der Folge beinahe den Konkurs des Vereins bedeutet hätte. Von einer Ära kann also ebenso wenig die Rede sein wie davon, daß der BVB über längere Zeit auf Augenhöhe mit dem FC Bayern gewesen sei.
Wie die jetzige Mannschaft des BVB sich entwickeln wird, ob weitere Erfolge hinzukommen werden und ob sich solche doch auch mal im Europapokal einstellen, das kann momentan noch niemand wissen. Daß Geschichte sich wiederholt, kann sich hier niemand wünschen, denn auf Hoch- und Übermut, die in einen abermaligen finanziellen Kollaps münden würden, können wir gerne verzichten. Auf eine bewegte Vereinsgeschichte blickt jeder gerne zurück, Tiefpunkte gehören ebenso dazu wie Triumphe, aber es ist auch nicht klug, das Schicksal herauszufordern.

Radikale Wende in diesem Artikel: Der Blick in die Geschichte.

Das Schicksal meinte es nämlich bis jetzt durchaus gut mit dem Ballspielverein Borussia. Das geht schon mit der Gründung am 19. Dezember 1909 los. Denn die fußballbegeisterte Jugend der Dreifaltigkeitsgemeinde im Norden Dortmunds hätte sich ja auch wenige Tage später zur Gründung eines Vereins entschließen können, und dann hieße es „BVB 10“. Klingt deutlich uncooler als „Null neun“, also noch mal gutgegangen!

Anno 1932 war der FC Bayern München Deutscher Fußballmeister, und Borussia Dortmund war absolut nicht auf Augenhöhe, sondern lediglich Erster in der 1. Bezirksklasse Dortmund, was aber im regional zersplitterten Ligensystem der Zwischenkriegszeit immerhin einer zweiten Liga entsprach. Erst 1936 gelang der Aufstieg in die erste Liga, genannt „Gauliga“, die regelmäßig vom FC Schalke 04 gewonnen wurde. Für die Borussia reichte es lediglich 1938 und 1942 zur Vizemeisterschaft. Wohlgemerkt in der regionalen Gauliga, nicht in der Endrunde der Deutschen Meisterschaft.
In der Zeit des Nationalsozialismus mußten Vereine, also auch Borussia Dortmund, nach dem Führerprinzip strukturiert sein, und wichtige Funktionäre und Spieler waren Mitglied der NSDAP, darunter auch Dortmunds erster Natonalspieler August Lenz. Gleichzeitig war der Verein aber in der Arbeiterschaft des Dortmunder Nordens verwurzelt, und einige Vereinsmitglieder waren aktive Antifaschisten. Am Karfreitag des Jahres 1945 wurden derer zwei nebst anderen Dortmunder Widerstandskämpfern von der Gestapo ermordet.

Nach dem Krieg begann dann die erfolgreiche Zeit in der Oberliga Westfalen. 1947 konnte der BVB mit einem Sieg über Schalke zum ersten Male Westfalenmeister werden – die Wende im Westen! 1949 gelang sogar der Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, welches jedoch der VfR Mannheim gewann. Von denen hört man auch nix mehr. Mit dem FC Bayern konnte Borussia somit noch nicht gleichziehen, und schon damals war das niemandes Anspruch. Zumal sowohl der FCB als auch der BVB eher kleine Lichter waren verglichen mit den damaligen Größen im deutschen Fußball, nämlich Schalke und dem 1. FC Nürnberg.

Schließlich errang der BVB im Jahre 1956 doch die Meisterschale, ein Kunststück, das er direkt 1957 wiederholen konnte, und zwar mit exakt derselben Aufstellung im Endspiel. Daß eine personell identische Mannschaft den Titel verteidigte, blieb bis heute ein einmaliges Kuriosum.
Der FC Bayern wurde 1957 übrigens Deutscher Pokalsieger, also durften sich nun beide Vereine mit jeweils zwei nationalen Titeln im Briefkopf schmücken.

1961 nahm Borussia zum vierten Mal am Endspiel um die Deutsche Meisterschaft teil, unterlag jedoch dem 1. FC Nürnberg, der damit vor Schalke zum Rekordmeister wurde, was er bis 1987 blieb. Das letzte Meisterschaftsendspiel nach altem Muster fand 1963 statt, und der BVB konnte es gewinnen. Als dreifacher Deutscher Meister und amtierender Titelträger ging Dortmund daher in die neugegründete Fußballbundesliga.
Verwehrt blieb dies dem FC Bayern, welchem der TSV 1860 München als Teilnehmer an der Bundesliga vorgezogen wurde. Bayern stieg erst 1965 in die Liga auf und verließ sie hinfort nicht mehr. Daß der Dortmunder Spieler Timo Konietzka bereits in der ersten Minute des ersten Spieltags das erste Tor der Bundesligageschichte erzielte, ist zwar eine nette Randnotiz, blieb aber auch eine solche, denn der BVB verlor das Spiel bei Werder Bremen mit 3:2.

Ebenfalls 1965 wurde Borussia Dortmund erstmals DFB-Pokalsieger. Diesen Erfolg krönte der Verein sogar noch durch den Europapokalsieg der Pokalsieger im WM-Jahr 1966, mithin dem ersten europäischen Pokalerfolg einer deutschen Vereinsmannschaft überhaupt.

Bis hierhin sah es so aus, als könne sich Borussia Dortmund dauerhaft in der Spitze des deutschen Fußballs etablieren. Drei Meistertitel, ein Pokal- und ein Europapokalerfolg schienen eine deutliche Sprache zu sprechen, zudem machte sich das Dortmunder Sturmduo Lothar Emmerich und Sigfried Held auch in der Nationalmannschaft einen Namen als „The terrible twins“.
Aber ach.
Während die Dortmunder Mannschaft zusehens alterte, mit verfehlter Personalpolitik und finanziellem Missmanagement zu kämpfen hatte, schickte sich die junge Bayern-Mannschaft um Franz Beckenbauer an, nachdrücklich Fußballgeschichte zu schreiben: Deutscher Pokalsieg 1966, Europapokalsieg und abermaliger Pokalsieg 1967, Deutsche Meisterschaft und gleichzeitiger Pokalsieg 1969 (also das Double!), Pokalsieg 1971.

1972 trennten sich dann die Wege von Borussia Dortmund und Bayern München endgültig. Bayern wurde Meister und Dortmund stieg ab. Dies führte immerhin zu dem Kuriosum, daß Borussia Dortmund sowohl Gründungsmitglied der Ersten Fußballbundesliga war, als auch 1974 Gründungsmitglied der Zweiten Fußballbundesliga. Ein Privileg, auf das wir freilich gerne verzichtet hätten. Im neuerrichteten Dortmunder Westfalenstadion fanden Weltmeisterschaftsspiele statt, aber der örtliche Fußballverein war in der Bedeutungslosigkeit versunken.

Nach vier Jahren in der Provinz gelang 1976 der glückliche Aufstieg. Da das „Unterhaus“ seinerzeit noch zweigleisig in eine Nord- und eine Süd-Gruppe geteilt war, mußten die jeweiligen Tabellenzweiten in einem Relegationsspiel um den dritten Aufstiegsplatz kämpfen. Der BVB besiegte hier den Rekordmeister (s. o.). Ein trauriges Duell, wenn man mal ehrlich ist, aber wir wollen uns nicht beschweren. Fortan spielte der BVB wieder in der Bundesliga, war aber weit davon entfernt, eine Spitzenmannschaft zu sein. Das zeigte sich zum Beispiel am letzten Spieltag 1978, als Dortmund mit 0:12 in Mönchengladbach verlor, was einen weiteren kuriosen Rekord bedeutete und bis heute die höchste Niederlage (und natürlich auch der höchste Sieg) einer Bundesligamannschaft ist. In unserer Abwesenheit wurden die Bayern noch zweimal Deutscher Meister (1973 und 1974) und dreimal Europapokalsieger der Landesmeister. (1974, 1975 und 1976, also zweimal als Titelverteidiger und nicht als Meister.) Die Schere klaffte also weiter denn je, aber das interessierte in Dortmund niemanden, da man einfach froh war, überhaupt wieder erstklassig zu sein.

Einen weiteren dramatischen Höhepunkt galt es 1986 zu überstehen, als der BVB die Saison als Tabellensechzehnter abschloß. Eine glückliche Fügung des Schicksals (bzw. der DFB) wollte es, daß dies nicht den direkten Abstieg bedeutete, sondern mindestens zwei Relegationsspiele gegen den Tabellendritten der inzwischen eingleisigen Zweiten Liga, hier Fortuna Köln. Fortuna konnte das Hinspiel 2:0 gewinnen, und auch im Rückspiel führte sie bald mit 1:0. Um zumindest ein drittes entscheidendes Spiel zu erzwingen, mußte der BVB also nun mindestens drei Treffer erzielen. In der zweiten Halbzeit gelang zunächst der Ausgleich durch einen Elfmeter, dann sogar der Führungstreffer, aber die Zeit lief den Schwarzgelben davon. In der 90sten Minute schließlich erzielte Jürgen Wegmann das vielleicht wichtigste Tor der Vereinsgeschichte, welches den Dortmundern das Entscheidungsspiel bescherte. Dieses fand in Düsseldorf statt und wurde von Dortmund mit 8:0 gewonnen. Gerettet!

Während die Bayern 1987 zum zehnten Male Meister und damit Rekordmeister wurden, hatte es in Dortmund seit 1966 keinen Titel mehr zu bejubeln gegeben. Doch 1989 gelang der Einzug ins DFB-Pokal-Finale, das seit 1985 stets in Berlin ausgetragen wurde. Mit 4:1 konnte der BVB den Vorjahresmeister Werder Bremen bezwingen und seinen zweiten Pokalsieg feiern. Man war wieder wer!

1992 war man sogar ganz nah dran am vierten Meistertitel, doch am Ende mußte sich der BVB punktgleich hinter dem VfB Stuttgart einreihen, der das bessere Torverhältnis hatte. In der darauffolgenden Saison schafften es die Dortmunder aber im UEFA-Pokal bis ins Finale, wo ihnen freilich durch Juventus Turin die Grenzen aufgezeigt wurden. Nichts destotrotz verdiente man Unsummen, und da hatte Präsident Niebaum eine Idee: Man könnte das Geld doch benutzen, um ins Ausland abgewanderte Nationalspieler zurück in die Bundesliga zu holen! Eine gute Idee, wie sich herausstellte.

Denn nach 32 Jahren wurde Borussias All-Star-Mannschaft tatsächlich Deutscher Meister 1995. Der Titel konnte 1996 sogar verteidigt werden, und 1997 erfolgte als absoluter Höhepunkt der Vereinsgeschichte der Sieg in der Champions League, garniert mit dem Weltpokalsieg als Sahnehäubchen. Nun wähnte sich Borussia tatsächlich gleichauf mit Bayern München. Welch Hybris!

Denn während die Bayern Jahr für Jahr oben mitspielten, regelmäßig Meisterschaften und Pokalsiege feierten, und das so verdiente Geld sinnvoll in die Mannschaft investierten, um das Niveau zu halten, schwamm Dortmund zwar plötzlich im Geld, hatte aber irgendwie kein gutes Verhältnis dazu. Denn für viel Geld (man hatte es ja!) wurden Spieler verpflichtet, die sich als untauglich erwiesen, die Mannschaft dauerhaft und regelmäßig zu Erfolgen zu führen. Egal, man hatte es ja! Also wurden noch teurere Spieler gekauft und hurra, es sprang tatsächlich die Meisterschaft 2002 dabei heraus, zudem der UEFA-Cup-Finaleinzug im selben Jahr. Gleichzeitig wurde das Westfalenstadion ausgebaut, um über 80000 Zuschauer zu fassen, was ja nicht grundsätzlich verkehrt war – aber teuer.

So teuer war es, und so unzuverlässig flossen die Erlöse aus dem europäischen Wettbewerb, die aber schon eingeplant und vorab verpfändet waren, daß Borussia Dortmund, inzwischen eine Kommanditgesellschaft auf Aktienbasis, 2005 mit über 100 Millionen Euro Schulden kurz vor der Insolvenz stand. Wohl und Wehe hingen schließlich von der Gunst einer Fondgesellschaft ab, deren Anteilseigner vom neuen BVB-Präsidenten überzeugt werden konnten, den Verein nicht sterben zu lassen und einer Neuregelung der Stadionnutzung zuzustimmen. Hier hätte alles vorbei sein können.

Seitdem buk der Verein kleine Brötchen, setzte weniger auf teure Starspieler, sondern vermehrt auf ein gutes Scouting, um preiswerte junge Talente in die Mannschaft zu holen. 2007 reichte das knapp, um die Klasse zu halten, 2008 führte es zu einer durchwachsenen Saison, aber immerhin zum Einzug ins DFB-Pokalfinale, vor allem aber überzeugte es Jürgen Klopp, Trainer beim BVB zu werden. Und 2011 wurde man Meister. Aus dem Nichts. Wieso sollte da irgendjemand ernsthaft glauben, Borussia Dortmund sei auf Augenhöhe mit dem FC Bayern München?

Borussia Dortmund hat eine wechselvollere, und darum vielleicht eine interessantere Geschichte als der FC Bayern. Weniger erfolgreich, wenn man die Titel zählt, sehr erfolgreich, wenn man verhinderte Abstiege und abgewehrte Insolvenzen mit einrechnet, und sowieso erfolgreicher als die Geschichte jedes anderen Vereins in Deutschland, der nicht Bayern München oder Schalke 04 heißt. Daß die letzten zwei Jahre für den BVB erfolgreicher verliefen als für den FCB – geschenkt! Das kann sich im Mai noch alles relativieren. Um so alberner ist das Gehabe einiger Bayern-Fans, die in verschiedenen Internetforen verzweifelt zu beweisen suchen, weshalb die Bayern ja wohl bitteschön doch die Besten seien! Bleibt locker, es bezweifelt doch niemand!

Und wenn schon.


Aller guten Dinge sind vier.

1. Mai 2011

Ich kann nun leider nicht von mir behaupten, regelmäßiger Stadion-gänger zu sein oder gar zu den „Treuesten der Treuen“ zu gehören, die seit Jahren eine Dauerkarte für die Südtribüne im Westfalenstadion besitzen. Aber gestern habe ich es dann doch mal wieder ins Stadion geschafft, sozusagen als Finaltourist. Auch nicht zum ersten Mal, übrigens. Denn auch im Jahre 2008 konnte ich das DFB-Pokalfinale als Zuschauer im Berliner Olympiastadion verfolgen (verloren), und bereits 1996 verschlug es mich am vorletzten Spieltag nach München ins – ebenfalls – Olympiastadion, woselbst dem BVB ein Unentschieden gegen 1860 München zum Gewinn der Meisterschaft genügte (2:2). Ich habe also den Vergleich.

Diesmal war anders.

Das Pokalfinale war ein seit fast zwanzig Jahren herbeigesehntes Ereignis, denn der letzte Finaleinzug war 1989 gelungen (Sieg!); und naturgemäß ist so ein Finale ein Entscheidungsspiel, in dem es um Gewinn oder Nichtgewinn des Potts geht. Dementsprechend spannungs- und emotionsgeladen war es.

Die Auswärtsfahrt nach München war für uns junge Burschen damals, 1996, natürlich etwas Besonderes, jedoch wurde die dort errungene Meisterrschaft – der rivalisierende FC Bayern verlor zeitgleich auf Schalke und hatte somit unaufholbare 4 Punkte Rückstand vor dem letzten Spieltag – eher mit Genugtuung hingenommen. Denn es war ja die Titelverteidigung, während im Vorjahr eine zweiunddreißig Jahre währende Durststrecke beendet worden war und jener Titelgewinn alle Dämme zum Brechen gebracht hatte. Das war nicht wiederholbar.

Und nun war ich also gestern erneut Zeuge eines Spiels, in welchem sich die Meisterschaft entscheiden konnte. Gut so! Denn viele BVB-Fans hätten ja am liebsten schon beim vorherigen Auswärtsspiel in Mönchengladbach den Titel bejubelt, ich nicht. Denn ich wollte das natürlich selbst im Westfalenstadion erleben. Die Niederlage beim Tabellenletzten schien mir da einen fetten Strich durch die Rechnung zu machen, konnte man doch mit einem Punktverlust der Leverkusener in Köln keineswegs rechnen.

Entsprechend war die Stimmung im Stadion zwar geprägt von der freudigen Hoffnung, etwas Großes geschehen zu sehen, jedoch nicht von der unbedingten Sicherheit, daß es auf jeden Fall an diesem Tag geschehen werde. Dies war möglich, aber auch nicht unbedingt nötig, denn Borussia hatte mit 5 Punkten Vorsprung ja mehr als einen Matchball.

Dann fielen die Tore. Erst zwei in Dortmund, erzielt von Lucas Barrios und Robert Lewandowski, dann zwei in Köln, durch Novakovic. Ekstatischer Jubel! Da war es klar: Heute würd’s passieren! Aber weil das so klar war, und weil es um das „heute“ ging, war es so anders.

Diese Meisterschaft war keine Erlösung wie 1995, keine unverhoffte Gelegenheit wie 2002. Sondern durch die phantastische Dominanz der Mannschaft über die gesamte Saison hinweg, die ja manche Menschen schon vor der Winterpause dazu veranlaßte, zum Titelgewinn zu gratulieren, konnte, ja mußte man sich seit langem darauf vorbereiten, spätestens am 14ten Mai Deutscher Meister zu sein. Am Ende ist der Meistertitel der verdiente Lohn für eine grandiose Saisonleistung. Natürlich überraschend, wenn man die Ausgangslage vor der Saison zu Grunde legt, aber nun wäre es überraschend gewesen, hätte Borussia das Ding noch aus der Hand gegeben. Am gestrigen Tag wurde die Meisterschaft nicht errungen, sondern gesichert.

Das ist auch neu in Dortmund. So früh stand der Titelgewinn noch nie fest. Die ersten drei Meisterschaften sowieso nicht, denn da wurde der Meister noch in einem Endspiel ermittelt. Aber auch zu Bundesliga-zeiten waren es immer knappe Kisten. 1992 bestand bis zur vorvor-letzten Minute des letzten Spieltags die Chance, Meister zu werden, am Ende mußte der BVB sich aber punktgleich hinter dem VfB Stuttgart einreihen, der in seinem Spiel ein spätes Siegtor erzielte. 1995 mußten wir am letzten Spieltag auf Schützenhilfe ausgerechnet des FC Bayern gegen Werder Bremen hoffen und durften jubeln. 1996 ging man zwar als bereits feststehender Meister ins letzte Heimspiel, bekam dann aber direkt anschließend die Schale überreicht. Und 2002 war es wieder spannend bis zur letzten Minute.

Und jetzt liegt man bereits drei Spieltage vor Schluß uneinholbar vorn.

Wie feiert man da? Der Jubel im Stadion war groß, aber es war spürbar, daß dies so noch nie vorgekommen war. Es gab keine Meisterschale, an der man sich festhalten, auf die sich die Blicke richten konnten. Die Spieler tanzten auf dem Platz, erst in großer Runde, dann in kleinen Grüppchen, aber für die fällige Ehrenrunde fehlte das wichtigste Utensil. Dann waren plötzlich verschiedene Meisterschalen-nachbildungen aus Plastik, Pappe und Stoff auf dem Rasen, aber mehr als eine ist in so einer Situation halt auch wieder zuviel. Die echte Salatschüssel wird nach dem letzten Spiel überreicht, aber dann liegen zwischen dem Jubel über die Meisterschaft und dem Erhalt der Trophäe zwei Wochen. Wie spontan und ekstatisch kann dann noch der Jubel sein?

Mir kann man’s auch gar nicht recht machen.

Aber nein, ich beschwere mich gar nicht. In meiner kurzen Lebens-spanne habe ich nun vier Meisterschaften bejubeln dürfen. Das kann kaum ein Fußballfan meines Alters in Deutschland vorweisen, wenn er nicht gerade Bayern-Anhänger ist. Dabei sah es zu Beginn der 90er Jahre so aus, als würden wir nie nie nie Meister werden, bis es dann umjubelterdings doch klappte. Und nach der haarscharf abgewendeten Pleite 2005 hatte ich auch nicht mehr zu hoffen gewagt, daß mein Verein überhaupt je wieder um den Titel würde mitspielen können. Und jetzt sind’s vier Meistertitel.

Ja, da kann man schon mal glücklich sein.


Brussja!

23. Dezember 2009

Anläßlich des 100sten Geburtstags von Borussia Dortmund und den Slogan „100 Jahre echte Liebe“ aufgreifend werden bei schwatzgelb.de derzeit Fan-Geschichten veröffentlicht, „Von Fans für Fans“. Grund genug für mich, selbst mal zurückzudenken, wie denn das war mit dem BVB und mir. Als in Dortmund Geborener, so wird gerne kolportiert, söge man die Liebe zum BVB doch quasi mit der Muttermilch ein. Diese human-medizinisch nicht haltbare Behauptung muß ich ins Reich der Fabel verweisen, denn erstens kenne ich durchaus Menschen, die trotz alledem *hust* Schalke-Anhänger sind. (Wurde als Kind vom BVB-liebenden Papa hoffnungsfroh in die Rote Erde mitgenommen, eher zufällig zum Spiel gegen die Königsblauen, und da diese dauernd wegen Fouls der Schwarzgelben am Boden lagen, wurde der Knabe aus purem Mitleid Schalke-Fan und blieb es bis heute. So kann’s geh’n.) Oder Gladbach-Anhänger. (Erlebte seine Fußballfansozialisation ausgerechnet Mitte der 70er Jahre, als der BVB zweitklassig in der Unbeachtetheit kickte, während in der Sportschau die andere Borussia Meisterschaften feierte. Tja.) Und zweitens gab es Elternhäuser so wie meines, wo man dem Fußball als solchem desinteressiert, also eigentlich gar nicht gegenüberstand. Und einen Fernseher hatten wir auch nicht, also fand Fußball bei uns nicht statt.

So ganz fußballfern war ich aber dann doch nicht, denn das WM-Endspiel 1986 hatte ich schon vor dem Fernseher des Nachbarn verfolgt, und dank Hanuta-Bildchen kannte ich sogar einige Nationalspieler. Daß im selben Jahr der BVB nur auf dramatische Art und Weise in drei Relegationsspielen die Klasse halten konnte, bekam ich allerdings nicht mit. Meine Ignoranz ging sogar so weit, daß ich einst arglos fragte, ob Dortmund eigentlich in der ersten oder der zweiten Bundesliga spiele? Mein Freund Tim antwortete empört: „In der ersten natürlich!“ Naja, so überaus natürlich war das damals ja gar nicht, aber dessen war ich mir nicht bewußt, und er vielleicht auch nicht. Meine Wahrnehmung von Fußball beschränkte sich jedenfalls so ziemlich auf die Nationalmannschaft, denn auch das EM-Halbfinale gegen Holland verfolgte ich am Fernseher von Freunden, ebenso das Endspiel. Von diesem berichtete ich später meinem Vater, daß Holland gewonnen habe, ich aber viel mehr den Russen den Sieg gegönnt hätte. Weil Holland ja Deutschland rausgekegelt hatte. „Die haben schon genug gewonnen“, meinte mein Vater bloß lapidar. Die Russen nämlich.

Doch wozu hat man Freunde? Ich hatte welche, die schon in den 80er Jahren eine Dauerkarte ihr Eigen nannten, wenngleich nicht für die Südtribüne, sondern für die Westtribüne, die damals noch die Gegentribüne war. Und es traf sich, daß eines Tages jemand verhindert war und ich dafür mit ins Westfalenstadion durfte. Ich hab’s mal recherchiert; es muß der 5. Dezember 1988 gewesen sein, Borussia Dortmund gegen den SV Waldhof Mannheim. „Na, wie hat’s dir gefallen?“ wurde ich am Ende gefragt. „Gut“, muß ich wohl geantwortet haben, worauf entgegnet wurde: „Sie hätten bloß gewinnen müssen, woll?“ Denn Dortmund verlor 0:1. Egal, es hat mir nicht geschadet, ich wurde weder zum Fußballverächter noch zum Waldhof-Anhänger, obwohl die Gefahr größer war, als man vermuten sollte. Denn am 1. April 1989 gab es eine neue Chance. Das war mein zweiter Stadionbesuch, wieder gegen Waldhof. Der Kollege, auf dessen Dauerkarte ich das Spiel sehen durfte, muß es geahnt haben, denn Borussia verlor abermals, diesmal mit 1:2. Unvergessen bleiben wird mir aber nicht das Spiel, sondern der Spruch des knöterigen Alten schräg unter mir: „Der Breitzke is’ ’ne Pflaume.“

Wer weiß, was aus mir geworden wäre, hätte nicht zeitgleich überall Pokaleuphorie geherrscht, die sich mir durch Freunde und Schulkameraden mitteilte, und wo ich ja sogar irgendwie mitreden konnte, denn nun war ich ja schon selbst mehrfach im Stadion gewesen. Das Pokalendspiel gegen Werder Bremen sah ich wiederum vor einem befreundeten Fernseher, und der Vater des zum Fernseher gehörigen Freundes Lars unkte, daß der Burgsmüller ein Schlitzohr sei; der würde uns (uns, das war der BVB) sicher einen reintun. Vielleicht wurde bei dieser Gelegenheit mein bis heute anhaltender Zweckpessimismus geboren, denn ich schloß mich einfach mal den Tipps zum Spielausgang an. Und die gingen allesamt davon aus, daß der BVB gegen Werder keine Chance habe. „3:1 für Werder“, mehr war nicht drin, und das Spiel schien die Tipps zu bestätigen. 1:0 durch Riedle in der 15ten Minute („Ich hab’s ja gesagt!“), dann der Ausgleich durch Dickel („Das war das 3 zu 1!“). Am Ende kam es aber dann doch viel besser, denn wir (wir, das war der BVB) gewannen mit sagenhaften 4 zu 1 Toren, Norbert Dickel wurde zur Legende, Frank Mill gewann seinen Titel, und die Begeisterung in Dortmund war unbeschreiblich. Jedenfalls bin ich spätestens seitdem BVB-Fan. Ein echter Erfolgsfan also; ich kann’s nicht ändern.

Überhaupt kann ich mich fußballtechnisch nicht beschweren, ich würde sogar so weit gehen zu sagen: Ich habe es optimal getroffen. Denn – was ein gnädiges Schicksal zu verhüten gewußt hat – ich hätte ja ebenso gut in, sagen wir, Bochum geboren werden können. Dann hätten mich befreundete Dauerkarteninhaber zum VfL mitgenommen und meine seligsten Erinnerungen würden sich an Nichtabstiege und Wiederaufstiege knüpfen. Aber so, wie es ist, darf ich einerseits auf eine glorreiche Vereinshistorie von vor meiner Zeit stolz sein, mit drei Deutschen Meisterschaften, einem Pokal- und sogar einem Europapokalsieg in schwarz-weiß. Und andererseits durfte ich selbst drei Deutsche Meisterschaften, einen Pokalsieg, einen Europapokalsieg und den Weltpokal bejubeln, im besten Alter stehend, und ohne daß mir derartige Triumphe selbstverständlich vorkämen, wie man es Bayern-Fans unterstellen darf. Und sogar die eher beschissenen Spielzeiten waren für mich ein Gewinn. Vereinsmitglied wurde ich 1999, als es keineswegs wie geschmiert lief. Und ich war in keiner Saison öfter im Stadion als 2006/2007, als wir immer weiter nach unten durchgereicht wurden und der Klassenerhalt nur mit Mühe erkämpft werden konnte. Das war toller, als langweilig im gesicherten Mittelfeld ums goldene Nichts zu spielen. Da ging’s um was, da zeigten sich die besten Fans der Liga. Das war echte Liebe.

Frohe Weihnachten!