Sinnlose Fußballphrasen: Vogelwild

Häh? Damwild kenne ich.
Na gut, zugegeben, irgendwie versteht man, was mit dem Wort „vogelwild“ gemeint ist: Wenn sich nämlich in der Abwehr die Fehler hühnerhäufen. Das könnte die Assoziation gewesen sein, die zu dem lustigen Stichwort führte. Ansonsten fallen mir noch „vogelfrei“ und „Freiwild“ ein (nicht die umstrittene Band aus Südtirol), jenes aber eher auf die unbeaufsichtigt von der Abwehr agierenden Stürmer zutreffend, dieses auf dieselben unbeaufsichtigt vom Schiedsrichter öfters* und überhart von der Abwehr gefoulten Stürmer passend. Vogelwild hingegen verhält sich ja im Reportersprech die Abwehr.
Aber mal ernsthaft, wie konnte es dazu kommen, daß aus einem (hoffentlich) Wortfindungsversprecher eines Live-Reporters ein völlig unironisch verwendeter und ernstgemeinter Dauerbrenner der Kommentatorensprache wurde?

*) „Ich hab es öfters rühmen hören / Ein Kommödiant könnt einen Pfaffen lehren.“ – Also wenn Goethe das Wort verwendet, kann es so falsch nicht sein.

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