Carcassonne – Kurzes Update.

Carcassonne – Das Spiel, das niemals schläft. Alle Naselang werfen der Hans-im-Glück-Verlag und andere Lizenznehmer neue (bisweilen aber auch weniger neue) Erweiterungen und Mini-Erweiterungen auf den Markt. Da ist es gar nicht so einfach, die Orientierung zu behalten oder das Languedoc, also die Gegend um die Stadt Carcassonne, zu kartographieren. Zum Glück gibt es nun „Die Windrosen“, eine Mini-Erweiterung, die man sich auf einer Spielemesse in Leipzig per Schnitzeljagd verdienen mußte. (Wer nicht in Leipzig war, muß bei Ebay mit Auktionspreisen zwischen 30 und 60 Euro rechnen. Mein Exemplar war zum Glück eins der billigeren.) (Und ein Dank geht an Felix H., der mich überhaupt auf die Existenz der Erweiterung aufmerksam gemacht hat.)
Jedenfalls besteht die Erweiterung aus sechs Landschaftskarten: Zwei vollen Windrosen und vier Vierteln, nämlich Nord-Ost, Nord-West, Süd-Ost und Süd-West. Soweit logisch. Die orangene Start-Windrose teilt das Spielfeld in eben diese Viertel ein, und wer eine der Viertel-Karten in dem Viertel placiert, das auf dem Kärtchen angezeigt ist, erhält 3 Punkte, unabhängig davon, was durch diese Karte außerdem noch gewertet wird. Wird die blaue Windrose gezogen, überstimmt diese die orangene Start-Windrose, legt also die Himmelsrichtungen neu fest. Das war’s auch schon.
Die offensichtliche Hausregel zur Verwendung der Windrosenkarten wäre, durch das Aufdecken und Anlegen einer solchen Karte den erlaubten Anlegebereich für den weiteren Spielverlauf zu definieren. Man müßte sich allerdings merken, welches Kompaßviertel als letztes, also gültiges, angelegt wurde. Die blaue Rose würde das Spielfeld wieder uneingeschränkt zur Besiedlung freigeben.

Eine weitere neue Zusatzdienstleistung in Carcassonne ist der Immobilienmarkt. Die Mini-Erweiterung „Die Häuser“ ist in Heft 5/2012 der Magazins Spielbox enthalten und besteht nicht aus Landschaftskarten, sondern aus 18 Gebäudeplättchen. Es sind dies sechs Türme, sechs Häuser und sechs Schuppen, die gleichmäßig an alle Mitspieler verteilt werden. Statt eines Gefolgsmanns darf man eins der Gebäude auf die frisch angelegte Landschaftskarte bauen. Sobald etwas fertiggestellt und gewertet wird, was mit der Landschaftskarte in Verbindung steht, auf dem das Gebäude liegt, wird durch das Gebäude ein Punkt hinzugewertet. Sollte das fertiggestellte Gebiet netterweise mit mehr als einem Haus/Turm/Schuppen in Verbindung stehen, gibt es für jedes Gebäude einen Zusatzpunkt. Nach der Wertung zum Beispiel einer Stadt bleibt das Haus auf der Karte liegen und kann auch noch für weitere fertiggestellte Gebiete Zusatzpunkte bringen, die ebenfalls mit der entsprechenden Landschaftskarte in Verbindung stehen, etwa, wenn diese Karte auch zu den Ländereien eines Klosters gehört. Auch in die Bauern- und Schlußwertung fließen die Häuser mit ein. So ein Haus nützt jedem, der durch die Wertung eines zugehörigen Gebiets Punkte bekommt, unabhängig davon, wer das Haus dort hinlegte.
Keine Hausregel, sondern eine offizielle Spielbox-Variante ist, daß die verschiedenen Gebäudetypen auch unterschiedliche Punktewerte bringen. Demnach bringt ein Turm 3 Punkte, ein Haus 2, und ein Schuppen einen Punkt.

Kommen wir nun zur neuen Kartographie. Der verwendete Spieltisch sollte groß sein, sehr groß, denn ein Spiel mit allen großen und kleinen Erweiterungen besteht nun aus so vielen Landschaftskarten:

72 aus dem Grundspiel „Carcassonne“
12 aus dem „Fluss“
18 aus der „Erweiterung“ (Wirtshäuser und Kathedralen)
24 aus der 2. Erweiterung „Händler & Baumeister“
 5 aus dem „König (& Späher)“*
 4 aus den „Katharern“
12 aus dem „Grafen von Carcassonne“*
30 aus der 3. Erweiterung „Burgfräulein und Drache“
12 aus dem „Fluss II“*
18 aus der 4. Erweiterung „Der Turm“
12 aus der Games-Quarterly-Erweiterung
18 aus der 5. Erweiterung „Abtei und Bürgermeister“†
 5 aus den „Kultstätten“*
12 aus „Cult, Siege & Creativity“
12 aus der 7. Erweiterung „Das Katapult“
 4 aus den „Tunneln“
88 aus dem „Schicksalsrad“‡
12 aus der 8. Erweiterung „Brücken, Burgen & Basare“
 6 aus den „Kornkreisen“
 6 aus der „Pest“
10 aus dem „Fest“
 2 aus der „Schule“
 8 aus den „Fluggeräten“
 8 aus den „Fähren“
 8 aus den „Goldminen“
 8 aus „Magier & Hexe“
 8 aus den „Räubern“
 6 aus den „Kornkreisen II“
 6 aus den „Windrosen“
——————————————-
446 aus allem, wenn Startkarten wie normale Karten mitverwendet werden und ich mich nicht verzählt oder -rechnet habe.

*) Auch enthalten in der 6. Erweiterung „Graf, König und Konsorten“.
†) 12 Landschaftskarten + 6 Abteikarten, die auch in die Auslage integriert werden.
‡) 72 Landschaftskarten + die Fläche von 16 Karten, die das Schicksalsrad bilden.

446 ist freilich schon wieder so eine Zahl, die durch nichts Vernünftiges teilbar ist. Halt nur durch 2 und 223, ihrerseits Primzahlen. (Gibt es eigentlich in der Mathematik auch eine Bezeichnung für Zahlen, die nur durch 2 und [Ergebnis ihrerselbst/2] teilbar sind? Sekundzahlen?) Jedenfalls fiele es leichter, eine Fläche mit ebenmäßiger Kantenlänge zu erstellen, wenn man zwei Landschaftskarten wegließe. Kandidaten wären die beiden Blankokarten aus „Cult, Siege & Creativity“ oder die reguläre Startkarte nebst einer Flußmündung, da eine zusätzliche also überzählige solche ja in der Games-Quarterly-Erweiterung enthalten ist. Aber egal.

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