Ironie und -kese.


Sascha Lobo, das ist der Typ aus der Vodafone-Werbung. Daher würde meine Mama das Gesicht kennen, bzw. den markanten Haarschopf, ohne natürlich einen Namen zuordnen zu können oder einen Gedanken daran zu verschwenden, daß der auch außerhalb dieser Werbung gekannt wird. Wird er aber. Dank seines Irokesenschnitts und vermutlich auch aufgrund tatsächlicher Qualifikationen ist er ein gefragter Mann, wann immer es etwas zum Thema Internet zu sagen gilt in Vorträgen, Interviews und Kolumnen, zum Beispiel auf Spiegel-Online. Der Mann sendet auf allen Kanälen, und die gute Übung würde es verlangen, diese nun alle hier zu verlinken. (Seine Homepage, seine Facebook-Seite, seinen Twitter-Account, seinen Flickr-Account, seinen Xing-Account, seinen ..äh.. was gibt es denn noch so; ich bin da gar nicht so firm. Im Vodafone-Spot wird schon eine Menge verraten: klick.)

Wie ich neulich erfuhr, sind auch Sascha Lobos (Die Wölfe. Nee, Genitiv, falls das jemandem noch was sagt.) Auftritte auf der Internet-Konferenz re:publica berüchtigt. Ich sah mir den Mitschnitt in zwei Teilen seiner diesjährigen Rede an, und ja, es war amüsant. Er bricht den Stab über einigermaßen viel sinnlosen Quatsch, der unter der Maßgabe, the next big Nothing zu werden, ins Internet gepumpt wird (Google+, haha!), und plädiert dafür, sich als aktiver Nutzer, Teilnehmer, Bereicherer des Internets nicht abhängig zu machen von Facebook. Eigenregie tue not. Bloggen sollen wir! Tu ich doch! Und das hat er jetzt davon.

Sein ihm nicht bewußt werdendes Pech ist, daß mir heute (Heute ist, bevor ich den Tag durch Zubettgehen beende.) noch mal meine gesammelten Sammelminifgs unter die Finger kamen und der Iro des Punkrockers lose in der Tüte lag. Es stimmt mich durchaus bedenklich, daß mein erster Gedanke angesichts des aus dem Kontext gerissenen Stücks Plastik war: Sascha Lobo. Werbung wirkt. Zwar nicht unbedingt die Vodafone-Werbung, die ich dank TV-Abstinenz kaum mal sah, aber Sascha Lobos Eigenvermarktung in jeglicher anderer Form. Im Unterschied zu meiner Mama ist er mir ein Begriff. Na, herzlichen Glückwunsch!

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